1.November 2017

wir eröffnen unsere 12. Saison, die sechste in unserem gemütlichen Domizil an der Solothurnerstrasse. Wir freuen uns auf unsere Gäste und sind in jeder Hinsicht bereit:

das Team besteht aus ausnahmslos bekannten und sehr erfahrenen Leuten…Gäste und Mitarbeiter kennen sich. Das ist gut so.

·      Eine immer grösser werdende Gruppe von Freiwilligen unterstützt uns im Abendbetrieb. Das ist ganz wunderbar!

·      Wir haben eine neue Spülmaschine. Das ist auch gut, war aber teuer….

·      Wir arbeiten weiter am Quartiergarten, gegenüber, auf dem IWB-Gelände, auf der anderen Strassenseite 

·      Es gibt eine Meldung aus dem sozialen Basel, die uns sehr freut: 2018 wird ein Pilotprojekt gestartet, die „Notschlafstelle für Frauen“, räumlich getrennt von der „normalen“ Notschlafstelle. Danke an diejenigen, die das entschieden haben!!


Die Geschichte zum Saisonstart: von Bruno Mazzotti, unserem lieben Freund, Unterstützer in schweren Tagen und freiwilligem Helfer:   

SEENOT

 

 

 

Beim Lesen einer kürzlich erschienen Medien-Mitteilung landeten meine Gedanken plötzlich bei  Soup & Chill.

 

Zwei Seglerinnen wollten mit ihren beiden Hunden von Hawaii nach Tahiti segeln.

Da gerieten sie mit ihrem Boot in einen schweren Sturm und dabei wurde auch noch der Motor zerstört. Sie kamen vom Kurs ab und trieben fünf Monate lang richtungslos auf dem offenen Meer. Da sie zu weit draussen waren, verhallten auch ihre Funksignale im Leeren.

Glücklicherweise hatten sie genügend Haferflocken, Reis und Teigwaren an Bord und vor Allem einen Wasserfilter für das Salzwasser.

Nach 150 Tagen wurde das Unglücksboot mit seiner Besatzung in der Nähe der japanischen Küste von der Mannschaft eines Fischkutters entdeckt und aus der Seenot gerettet.

 

Auch Gäste von Soup & Chill geraten in ihrem Leben manchmal in einen Sturm, sehen vor lauter Wasser die Ufer nicht mehr und befinden sich in Seenot. Die Funksignale an ihre Mitwelt verhallen im Leeren, ihr Boot schaukelt richtungslos auf Wellen welche nicht mehr überschaubar sind.

Aber auch der Fischkutter Soup & Chill hat schon viele Stürme erlebt und ist nahe an der Seenot vorbeigesegelt. Dank einer Besatzung, welche trotz ganz unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Fähigkeiten zusammenhält schafft es Soup & Chill, der rettende Fischkutter zu bleiben.

Auch wenn dabei die „Funkverbindung zum Festland“ manchmal auszufallen droht und das Geld für den Treibstoff immer mal wieder bedrohlich knapp wird, ist die Mannschaft bemüht, ihre Verbindungen und ihr Wirken für die gute Sache einzusetzen.

Es ist schön ein Teil dieser Mannschaft zu sein.

 


"Hallo Nachbar"

ein Projekt des Schweizerischen Jugendrotkreuzes zu Gast in der “KUNSTGALERIE” Soup&Chill.
Nach einer wunderbar unkomplizierten und kreativen, mini-kurzen Zusammenarbeit zwischen Jugendrotkreuz und Soup&Chill feierten Jugendliche aus dem Empfangszentrum Otterbach, Freiwillige und MitarbeiterInnen des Jugendrotkreuzes am 25.10. bei uns Vernissage. 
Alle Anwesenden waren im Bann der Bilder, die jugendliche Asylsuchende gemalt hatten. Auf riesigen Musical- Plakaten (wer genau hinschaut, findet z.B. den Schriftzug “CATS”), malten sich die jungen Leute die Seele aus dem Leib. Mit einer Farbkraft und einem Gestaltungswillen.... wunderschön! Ein paar Wochen dürfen die Bilder bei uns hängen bleiben, dann wandern sie weiter ins Museum nach Aarau.
Tip an alle Kunstfreunde: unbedingt vorbeikommen, anschauen, staunen!

OKTOBER 2017

"Am 17.Oktober ist sowieso schönes Wetter" sagten wir, als wir den GASSESHOP, eine sehr besondere Kleider-Abgabe-Aktion für Leute mit wenig Geld am Tag der Armut, vorbesprachen. "Sowieso kann man daher die Kleider an den Zaun hängen und sowieso wird nichts nass". 

Und so war es dann auch: Strahlewetter ohne Ende. 

Viele praktische und auch richtig schöne Teile (sogar ein Daniala-Spillmann-Jäckchen kam zum Vorschein!!!) fanden neue BesitzerInnen. Das dazu passende Schuhwerk natürlich auch. Spass beiseite: vor allem warme Jacken, Anoraks, Stiefel und Mützen waren sehr gesucht und werden im kommenden Winter wichtige Dienste leisten.

Lieben Dank den Initiatoren Ursula Bicker und Christoph Moerikofer..... unser Zaun steht Euch immer zur Verfügung. Und schönes Wetter haben wir sowieso. Die Zusammenarbeit mit Euch hat Freude gemacht!

 

Bei der Gelegenheit noch eine Bitte: WANTED: warme SCHUHE!!!!!

Mit Jacken und warmen Sachen ist unsere eigene Kleiderkammer ziemlich gut bestückt. Aber SCHUHE brauchen wir dringend!!!! Halbschuhe, Winterstiefel, Moonboots, alles was die Füsse warm und trocken hält. 

Abzugeben im Oktober Montag bis Freitag 9-15h im Soup&Chill. Und am 1.11. dann täglich zwischen 15 und 21h. Herzlichen Dank!!!


Rückblick auf den Sommer: 

Mithilfe unglaublich grosszügiger SpenderInnen haben wir es geschafft, unsere diesjährige Sommer-Wochenend-Saison bis Ende September durchzuführen. Wie sehr dieses Angebot gebraucht und geschätzt wurde, zeigen die Gästezahlen, die pro Abend zwischen 80 und 120 Gästen lagen.

 

Neuigkeiten rund ums Haus: 

  • eine Freiwilligen -Gruppe voPanalpina baute uns eine Gartenhütte, die unserem lieben Gärtnermeister einen vor Regen und Wind geschützten Arbeitsplatz bietet. Wir freuen uns für Köbi und danken Marcel Merz und seinen Leuten ganz herzlich für dieses Geschenk.
  • eine Freiwilligen-Gruppe von ROCHE ersetzte im Rahmen des Tages der Freiwilligen unseren morschen Zaun.
Ihnen allen, unseren Geldgebern und den Freiwilligen, die an allen Sommerwochenenden in der Küche mitgeholfen haben, gilt unser grosser Dank. Es gibt wahrlich andere und erholsamere Sommerabend-Beschäftigungen, als in der Soup&Chill-Küche Gemüse zu rüsten und vor dem bullernden Backofen zu stehen! 
Freiwilligen-Stunden sind ein wertvolles Geschenk. 
Danke an ALLE!
 
Nach dem Sommer ist vor dem Winter
Wie in den vergangenen Jahren haben wir im Oktober ganz geschlossen. Das ist für unsere Gäste nicht gut, denn sie haben auch an Oktober-Wochenenden abends Hunger... aber derzeit schaffen wir es finanziell und organisatorisch (noch!!!!) nicht anders.
Unser Team ist bereit, alle freuen sich aufeinander und auf die neue Saison... die ZWÖLFTE seit der Gründung im Jahr 2006!!!! Wir starten pünktlich am 1.11. um 17h. 
Die Mitarbeitenden sind zumeist seit mehreren Jahren dabei, dazu kommen zwei bisherige SpingerInnen, die nun fest angestellt werden.
Die kommende Saison wird finanziell eine echte Herausforderung, denn wir müssen immer noch mit der alten Subventions-Höhe von CHF 45 000.- arbeiten. Das heisst, wir brauchen fast 300 000.- Franken Sponsorengelder, um die Saison zu überleben.
Da es zum ÜBERLEBEN aber keine Alternative gibt, denn unsere Gäste brauchen uns, machen wir einfach weiter. Zuversichtlich und voll Vertrauen auf die, die unsere Arbeit können und schätzen.
 
Jetzt schon allen, die uns helfen, herzlichsten Dank!
 
Mit allen guten Wünschen 
Ihre Soup&ChillerInnen