NEWS SEPTEMBER 2021

1. Standort: 

Die SBB hat den Vertrag für unsere Räume in der Solothurnerstrasse 8 um ein weiteres Jahr, d.h. bis November 2024 verlängert.

Das ist ein Grund zu grosser Freude!

Wir fühlen uns sehr wohl hier und  sind dankbar für die so gute Zusammenarbeit mit der SBB in Person von Frau Joëlle Altwegg: man weiss unsere Arbeit, die auf das Zusammenleben verschiedenster Gruppierungen am Bahnhof SBB sehr beruhigend wirkt, zu schätzen.

Wir haben nun drei Jahre, um ein neues und dann hoffentlich wirklich endgültiges Domizil zu finden.

Abklärungen laufen bereits.

2. Personal:

wir werden die Wintersaison  mit unseren bewährten MitarbeiterInnen beginnen: sie kennen „den Laden“, kennen die Abläufe und kennen unsere Gäste.

 

3. Finanzen:

wir schafften den Sommerbetrieb dank unseren seit Jahren treuen Sponsoren (u.a. MBF Foundation, Stiftung für Drogenarbeit, Widmer Meyer-Stiftung, Ombrie-Stiftung, Service-Clubs und zahlreichen Privaten), mit denen wir auch die vorhergehende Sommersaison finanziert hatten (Kanton, GGG und CMS hatten nie Geld für den Sommer gegeben).

Im Winter müssen wir nun die durch den Rückzug von Kanton, GGG und CMS entstehende Finanzlücke von 134 000.- Franken füllen. Die Bereitschaft, uns zu unterstützen, ist gross: Anträge an Stiftungen und Gespräche laufen. 

Einigkeit seitens der Sponsoren besteht auch, dass die Unterstützung unserer Arbeit in bestehender Form ganz klar auch weiterhin Aufgabe des Kanton sein muss.

 

Too good to fail!“ Soup&Chill wird weiterhin da sein.

Wir starten am 1.11. 2021 um 17h unsere 16. Wintersaison mit täglicher Öffnung.

Seit dem 25. Dezember 2019 hatten wir keinen einzigen Tag geschlossen.

Herzlichen Dank an unsere Team-Leute, Freiwillige, Helfer aus dem Gäste-Kreis und an unsere Sponsoren, die das ermöglicht haben! In diesem Sinne machen wir weiter!

Rückblick auf die Sommersaison:

unsere Arbeit lief so weiter, wie wir sie geplant hatten, weil sie dem Bedarf entsprach:

Montag bis Freitag 17-19h: Lebensmittelabgabe und Abgabe von Kaffee, Tee und/oder Suppe.

Samstag/Sonntag und Feiertage: 17-21h Essen in den Räumen unter Einhaltung der COVID-19-Vorgaben von Bund und Kanton.

Unter der Woche haben wir pro Abend zwischen 65 und 90 Gäste, an Wochenenden zwischen 90 und 120 plus ca. 30 Take aways für Menschen aus dem Quartier, die zwar eine Wohnung und einen Herd, aber zu wenig Geld für Lebensmittel haben.

Die Tatsache, dass die Gassenküche nun auch keinen Sonntagsbrunch mehr anbietet, ist bei uns spür- und sichtbar: an Wochenenden kommen hungrige Menschen bereits knapp nach Mittag an unsere Tür.

 

Sonderaktionen wie Coiffeur-Besuche kamen wunderbar an.

Und unsere Gäste kommen immer wieder mit neuen Ideen, die Stimmung machen... 

Die „Sommersaison“ 2021 geht auf die Zielgerade.

Es wird kühler, auch wenn die Herbstsonne scheint.

Die ersten Anfragen nach Schlafsäcken kommen.

Unsere obdachlosen Gäste beginnen sich Sorgen zu machen, wie und wo sie den Winter verbringen  werden.

In den vergangenen Tagen ging die Nachricht von der Bereitstellung eines Hotels für Obdachlose durch die Presse. Derzeit bemühen wir uns um Informationen, wann und für wen dieses Angebot starten und da sein soll.

 

Raumgestaltung:

„ Das Elend darf nie in die Räume schlüpfen... sonst kriegt man es nie wieder raus! Und vergesst nicht: die Räume  müssen schön sein. Schönheit tut den Menschen gut.“ 

(Zitat Monica Nève, Gründerin der Organisation „Nativitas“ in Brüssel, die durch Künstlervermittlung Geld generierte und damit die Arbeit für arme Menschen in der Innenstadt von Brüssel finanzierte).

In diesem Sinne verschönerten wir die neuen Räume: die Farbideen stammen von Gästen und Mitarbeitern,  so entstanden ein Mittelmeerzimmer und eine afrikanische Lounge. Es half mit, wer Lust hatte... und es war sehr lustig!

Kostenpunkt für 4 Räume: 1500.- Franken.

(Danke Rotary-Dreiländereck für das Sponsoring!)

Lebensmittel-Überfluss nutzen:

Alle täglich abgegebenen und verkochten Lebensmittel stammen aus Food-sharing und Anti Foodwaste-Projekten. Wir retten so nur einen BRUCHTEIL der Ware, die täglich in Basel weggeworfen wird....

Im ganzen Jahr 2020 kauften wir für rund 6000.- CHF Lebensmittel. Wir verpflegten in dieser Zeit 45 000 Gäste. Zukaufen müssen wir v.a. Öl, Fett, Tee, Kaffee, Haushaltswaren und unglaublich viel Milch. (ca. 15-20 Liter pro Abend).

Neu: Deutschkurse

Seit Mitte August  finden bei uns zweimal pro Woche Deutschkurse verschiedener Niveaus statt:  sie haben regen Zulauf und sind v.a. auch für Menschen aus dem Beschäftigungsprogramm BS attraktiv, die im Restaurant du coeur arbeiten.

 

Wiedersehen der „Ur-Mütter“

Im Juni kam Catherine Darge zu Besuch: sie (Gassenarbeiterin mit Ausbildung zur Psychiatrie-Pflegerin), Irène Lengacher  (Kindergärtnerin und damals Mitarbeiterin der Bahnhofshilfe)  und Claudia Adrario de Roche (damals Präsidentin des Schwarzen Peter, Verein für Gassenarbeit) hatten 2006 Soup&Chill gegründet. 

Das Treffen war Anlass für Rückblick und Ausblicke: nach 10 Jahren im Ausland wird Catherine Darge Anfang 2022 nach Basel zurückkommen....


DIE FEIERTAGE KOMMEN  - UND WIR SIND DA!

 

Auffahrt, 13. Mai und an Pfingsten (Samstag, Sonntag, Montag) haben wir “Vollbetrieb”, d.h. wir begrüssen unsere Gäste von 17-21h in den Räumen.-

An allen anderen Tagen ist Essens- und Lebensmittelabgabe von 17-19h.

Wir hoffen, dass der Regen doch bitte bald aufhört: unser Garten blüht und freut sich auf Gäste, die zwischen den Beeten sitzen, ihr Essen geniessen, pläuderlen und in die Sonne blinzeln.


Unser täglicher Abendmarkt.


RENOVIEREN bedeutet: Altes bewahren, ihm neue Farbe geben und so NEUES entstehen lassen.

In diesem Sinne führten wir unseren 7/7 Betrieb weiter wie bisher und haben dabei immer wieder neue Ideen zu bieten. 

UND wir verschönern unsere zusätzlichen Räume: neue Ideen aus vielen kreativen Köpfen, frische Farbe .. und viel Schwung.


Am Karsamstag, 4.3. feierten wir um 11h die Matinée “SOUP&PRAY”, eine religiös-musikalisch-literarische Stunde des Zusammenseins.

Mit allen COVID 19-Regeln, d.h. Masken, Abstände und Take away-Frühstück.

Auf den Tischen standen die spriessenden “Su nenniri” (Gerste), gemäss einem sardischen Osterbrauch. 

Gudrun Sidonie Otto, Pfarrerin und Sängerin in Personalunion, betete Psalmen und sang u.a. den Kaddish von Maurice Ravel.

Anita Schönenberger und Anna Marina Truan spielten Klezmer Musik.

Claudia Adrario erzählte eine Parabel von Salim Alafenisch: Eine Geschichte über die Absurdität von Grenzen gegen unsichtbare Feinde, die heute aktueller ist denn je.

 

Am Ostersonntag /Ostermontag abends begrüssten wir 132/124 Gäste gaben 42/46 Take aways.

Da die Gassenküche geschlossen hatte, kamen natürlich besonders viele Menschen zu uns.

Wieder schmeckte der Fisch unseres befreundeten Rotary-Clubs, zubereitet von Sandra... samt selbstgemachter Foccaccia.... ganz hervorragend.

Es waren für alle ein paar gute Stunden der Gemeinsamkeit; in der Hoffnung, dass das Leben bald wieder leichter und geselliger werden möge.

 


ABSCHLUSS Wintersaison 20/21

Der Ostermontag war gleichzeitig der letzte Tag der 15. Wintersaison von Soup&Chill.

Noch nie hatten wir so viele BesucherInnen: es waren über 16 500; dazu kamen etwa 5000 Take aways. 

Die extrem gestiegenen Zahlen spiegeln die durch Corona neu-entstandene Bedürftigkeit vieler Menschen.

SIE sind unsere Auftraggeber.

Wir nehmen unsere Verantwortung wahr und wir nehmen sie ernst.

Wir machen weiter.

Wir freuen uns auf die Zukunft!

Und danken Allen, die uns dabei unterstützen!

 

Die Soup&ChillerInnen

 

Seitens des Vorstands ein riesiger Dank an unser Team, das unerschrocken, mit Freude und immer FÜR die Gäste gearbeitet hat!

We`ll never walk alone!


DER FRÜHLING KOMMT, OSTERN KOMMT UND SOUP&CHILL WIRD REICH BESCHENKT

 

  • “Unser” Rotary-Club Dreiländereck schenkte uns 40 kg Zander und schuf damit eine WinWin-Situation: das durch Corona schwer in Bedrängnis geratene “Herrlich`s Fischlädeli” konnte so einen Teil seiner Lagerbestände abbauen... und unsere Gäste genossen! Beim Ausladen half auch unser jüngster Gast, der täglich mit seiner Mutter kommt, um Lebensmittel abzuholen. 
  • Piano Van Gogh schenkte uns neuen, reinen Klang und stimmte das Klavier: “Preis wie immer”..... also kostenlos! 
  • Die Firma Thermo Fischer Scientific ... die seit Jahren für Santiglaus-Freude sorgt... brachte viele bunte Eier und viele weisse Masken, damit auch alle gesund bleiben.

An alle SchenkerInnen herzlichen Dank!


SOUP&CHILL IST BEREIT FÜR OSTERN!

wir rüsten uns für den grossen Ansturm und freuen uns, dass das Wetter schön werden soll. So können unsere Gäste auch den blühenden Garten geniessen und den Pflanzen beim Wachsen und den Fischen beim Schwimmen zuschauen.


20.MÄRZ 2021

Unser aktueller Tafelanschrieb sagt Alles!

Wer zu uns kommt, ist willkommen und findet die Hilfe, die er/sie sucht und braucht.

Am  17.3. lancierten CMS und GGG die  Medienmitteilung, dass sie die jahrelange Zusammenarbeit und finanzielle Unterstützung von Soup&Chill einstellen würden. Der Kanton BS schloss sich mit ähnlicher Aussage an. 

Gäste und SympathisantInnen waren erschreckt, hatten Angst um „ihr“ Soup&Chill und das Fortbestehen der „Wärmestube für Menschen, die kein eigenes Wohnzimmer haben."  

 

Hierzu ein paar Fragen und Antworten

Konsequenzen:

Was passiert jetzt? Was ändert sich?

Im Moment passiert gar nichts!                                                                                                            Nach Ostern beginnt der Sommer- Wochenend-Betrieb, weil Mensch auch an Wochenenden Hunger hat, und auch, wenn es warm ist.                                                                                             Seit 2011 führen wir diesen ohne Geld der CMS, der GGG und des Kantons BS durch.                       Das bedeutet: wir erreichten für dieses Jahr nicht die erhoffte Verbesserung (Antrag an die drei Geldgeber), es ist aber auch keine Verschlechterung… es ist wie immer seit 2011.                                                      Die „big three“ verneinen nach wie vor den Bedarf, dass „Mensch“ auch im Sommer am Wochenende etwas zu Essen braucht (Gassenküche ist geschlossen, wir sind die einzigen Anbieter von Abendessen). Und wir sind nach wie vor der Meinung, dass das nicht so ist.                                                     Andere Geldgeber, die schon die vergangenen Sommersaisons finanziert haben, sind unserer Meinung. Also läuft alles, wie gewohnt bzw. wie 2020, im ersten Corona-Jahr praktiziert: 

 

Unser Angebot im Sommer 2021:

Montag bis Freitag, 17-19h: Essens-/und Lebensmittelabgabe

Samstag/Sonntag: Verpflegung in den Räumen.

 

Was bedeutet das  für die Wintersaison?

Bis zur Wintersaison ab November, an die die CMS, der GGG und des Kantons BS insgesamt 134 000 Franken, (das ist ein Drittel des Budgets), bezahlt haben und nicht mehr zahlen werden, bleibt Zeit zum Nachdenken und Planen.

 

Die inhaltlichen Knackpunkte und Gründe für die Differenzen: 

Das „soziale Basel“ fordert  

Zugangskontrollen und  Preis für Essen- in Corona-Zeit zumal-…. Ist das sozial?                                                                                 Ein aufwändiges Controlling-Administrationssystem , das Spendengelder bindet… ist das sinnvoll? Wir sehen es als unsere Verpflichtung, das gesponsorte Geld den Menschen zugute kommen zu lassen.                                                                                                                                                                            Es darf sich nicht in Papier und in Arbeitsstunden für Beamten-ähnliche Angestellte verwandeln.

Bei derart grossen Differenzen in Bezug auf die Philosophie ist eine Trennung wirklich das Beste. 

 

Dank an die Geldgeber!                                                                                                    

Wir möchten uns für die Unterstützung von CMS und GGG so viele Jahre hindurch herzlich bedanken. Die Dauer der Unterstützung so viele Jahre hindurch ist nicht selbstverständlich…Stiftungen haben eigentlich den Sinn und die Aufgabe der Anschubfinanzierung neuer Projekte, bis diese sich bewähren.                                                                                                                                                                    Dann sollte der Kanton übernehmen….

 

Dank an Soup&Chill?                                                                                                                                                       Für Alle, die 15 Jahre lang viel und engagiert für und in Soup&Chill gearbeitet haben, wünschte ich mir aber auch einen respektvollen Dank der Geldgeber und des sozialen Basel: wir haben immer mit ganz wenig Geld sehr Vieles geleistet und haben Wege gesucht, die eigentlich Vorbildcharakter haben könnten. Wie zum Beispiel die Etablierung einer Lebensmittelversorgung ausschliesslich aus Foodsharing-Projekten, eine konsequent gelebte  Brückenbau-Funktion von unseren Gästen zur „normalen“ Gesellschaft durch Kultur- und Gastrononie-Programme und immer wieder extrem flexible und effiziente Reaktionen und Anpassungen des Angebots, z.B. in der Corona-Krise.

 

Wir haben keine dicken Projektbeschriebe verfasst, wir haben GEMACHT.                 

Das wird nicht gerne gesehen.                                                                                                                          Aber keine Sorge: wir MACHEN weiter!

 

Reaktionen auf die „Trennung“

Nicht nur Gäste und FreundInnen, sondern auch zahlreiche andere Geldgeber zeigen sich entsetzt, sprechen von einer „Schande für Basel“ und inakzeptabler Einmischung der Geldgeber.                         

Mit ihnen werden wir unsere Zukunft aufbauen.

 

Eine Stimme, die sehr deutlich für uns spricht und sich vehement für unser Fortbestehen einsetzt, ist die Quartierkoordination Gundeli:

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Wir bitten euch Alle, uns dabei zu unterstützen.

Zeigt der Stadt, dass euch die bedingungslose und unbürokratische HIlfe von bedürftigen Menschen am Herzen liegt.

Und dass Ihr uns Geld anvertraut, weil es wirklich direkt bei den Bedürftigen landet!

Vielen Dank!

 

Soup&Chill, 4000 Basel,

Postscheck Nr. 60-685444-7,

IBAN CH49 090 0000 6068 5444 7


FEBRUAR 2021

Unsere Aktion “ALLE MÜSSEN REIN!” fand viel Unterstützung.

Herzlichen Dank an all jene, die den HIlferuf an den Kanton unterschrieben oder sich sogar direkt an die zuständigen Regierungsräte gewandt haben.

Ob dadurch ausgelöst oder schon länger geplant: Ende Januar wurde vom Regierungsrat eine Viertelmillion gesprochen, um die Unterbringung von Bettelnden aus Rumänien in der Notschlafstelle zu finanzieren.

“Andere Obdachlose” wurden in Hotels “umgesiedelt”.

Wie gut die Lösung ist, wissen wir alle nicht, die Berichte sind widersprüchlich. 

Dennoch möchten wir dem mittlerweile aus dem Amt geschiedenen Regierungsrat Christoph Brutschin für dieses “Abschiedsgeschenk” danken. Es war ein starkes Signal: Basel hat sich um die Menschen gekümmert, die wegen Corona-Massnahmen-und Kälte dringendst rein mussten.

 

ÜBERNACHTUNGEN IM BACKPACK-HOSTEL /Gundeldinger Feld

Ganz herzlich bedanken wir uns bei KANTENSPRUNG/Gundeldigerfeld, die uns ganz spontan von Januar bis Ende März einen Flügel des Backpack-Hostel zur Verfügung gestellt haben. 

Einen Monat bekamen wir GESCHENKT, aber wir suchen nun noch Sponsoren, die die Miete bis Ende März mitfinanzieren.

Diese Aktion ist eine Fortsetzung der schönen Erfahrungen im ersten Lockdown. Thommy, Stephan, herzlichen Dank!

Das Hostel sponsern heisst: Wärme schenken.

12 Menschen, die aufgrund administrativer Beschränkungen keine Aufnahme in den “kantonalen Hotels” gefunden hätten, verbringen dort jetzt ruhige Tage und Nächte bis Ende März: Menschen jenseits des 70. Lebensjahrs haben wirklich nichts mehr auf der Strasse verloren, egal, warum sie in Basel sind.....

Organisation und Zuteilung unserer Hostel-Gäste erfolgen durch unser noch ziemlich neues Teammitglied Julia Bürge; einmal in der Woche macht Samson Zemuy mit Helfern Hausputz- und ZImmerputz, sorgt für Sauberkeit und für gute Stimmung mit den Betreibern des Hostel.

 

ABENDBETRIEB:

unsere Gästezahlen sind so hoch wie noch nie: im Januar lagen sie im Schnitt bei 122, im Februar bisher bei 132 mit Spitzen über 160.

Die neuen Räume bewähren sich extrem gut: ohne diese Erweiterung, eine deutliche Aufstockung unseres Personals und auch des Sicherheitsdienstes könnten wir derart hohe Gästezahlen nicht bewältigen.

Noch immer haben wir extrem viele rumänische Gäste. Noch immer schlafen die meisten von ihnen draussen. Noch immer fragen sie nach Schlafsäcken, Decken und warmer Kleidung.

Alarmierend in die Höhe gehen auch die Zahlen der Take aways: Menschen aus dem Quartier geraten durch die so lang andauernde Corona-Krise zunehmend in Not und nutzen unser Verpflegungsangebot.

Ein grosser Dank an alle Lebensmittel-LIeferanten: Grauwiler Fleisch, Schweizer Tafel, Cartons du coeur und viele viele private SpenderInnen, allen voran die indische Dame, die uns jeden Samstag mit fantastischem Essen für über 100 Personen beschenkt.

 

EINE NEUE, BESONDERE ZUSAMMENARBEIT

die Fondation Beyeler in Riehen macht seit einigen Wochen einen Mittagstisch für ihre MItarbeitenden, die im leeren Museum arbeiten. Gekocht wird aber für mehr Menschen: wir bekommen seit einem Monat von Montag bis Freitag wunderbares Essen für 30 bis 40 Personen.

Ideen für eine gastronomische Zusammenarbeit nach Ende des Lockdown sind natürlich schon geboren, wir können es kaum erwarten!! Danke, Sam Keller, danke Helen Dienel!

 

AUFRUF: wir brauchen immer noch warme Kleider, Decken, Socken, Schuhe, Pullover.

Danke, wenn Sie in Ihren Schränken fündig werden.

 

Danke auch für die Fütterung unseres Kontos!

Vielen Dank, bleiben Sie gesund.

Die Soup&ChillerInnen


AKTION: ALLE MÜSSEN REIN!

Leider blieben alle unsere Bemühungen, im Kanton und bei anderen niederschwelligen Institutionen Unterstützung in der aktuellen Situation zu finden, ergebnislos.  

Wir wenden uns daher nun an den Gesamtregierungsrat, die zuständigen kantonalen Stellen und die Medien.

Wir starten eine Aktion und sammeln Unterschriften, um unserer Stimme, die für die Menschen am Rand der Gesellschaft spricht, mehr Gewicht zu verleihen.

Diese Aktion ist breit abgestützt und wir hoffen auf Erfolg.

 

Wenn auch Sie gerne Ihre Stimme geben möchten, dann schreiben Sie bitte direkt Mails an lukas.engelberger@bs.ch oder christoph.brutschin@bs.ch. Oder an claudia.adrario@bluewin.ch.

 

Schreiben Sie einfach: 

 

“Alle müssen rein!”

 Ich unterstütze die Forderungen von Soup&Chill"

Name, evtl. Organisation, die Sie vertreten und Unterschrift.

 

 

Vielen Dank für Ihre Solidarität.

Die Soup&ChillerInnen für die Menschen, die in grosser Not sind.

 

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BRIEF AN DEN REGIERUNGSRAT
BRIEF AN RR.pdf
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ALLE MÜSSEN REIN!

Winterkälte plus Corona: jetzt müssen wirklich Alle rein!

Ein Hilferuf an die Politik und das soziale Basel!

 

Am 13.1. verkündete der Bundesrat neue, verschärfte Massnahmen in Bezug auf die Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19:

Erste Priorität: bleiben Sie ZUHAUSE! Home-Office soweit möglich, keine Menschenansammlungen im öffentlichen Raum, Restaurants bleiben geschlossen, Läden gehen zu.

An die Menschen ohne Obdach hat –wieder- niemand gedacht.

Sie haben kein ZUHAUSE.  

Tag und Nacht irren sie durch die derzeit eiskalte Stadt.

Unser Albtraum: eine Welle von Erkältungen, Bronchitis etc., die zunächst nicht von einer Corona-Infektion zu unterscheiden ist.

 

Die zunehmende Zahl von BettlerInnen aus Rumänien verschärft die Lage auf Basels Strassen noch: sie kamen  aufgrund des im Wahlkampf aufgehobenen Bettelverbots ins reiche Basel.

Jetzt sind sie da.

Sie leben in prekärsten humanitären Verhältnissen. 

Die Politik schaut weg....

Für die wenigen Institutionen, die versuchen, Unterstützung zu bieten (Soup&Chill) werden sie zum echten Problem.

 

Jetzt ist die Politik gefordert: 

  • öffnen Sie BEDINGUNGSLOS die Notschlafstellen (die halb leer sind!!!), 
  • stellen sie Räume für Tages- und Nacht-Aufenthalt zur Verfügung (leer stehende Hotels!) 
  • nehmen Sie Einfluss auf andere Institutionen des sozialen Basel: alle müssen jetzt ihren Beitrag leisten! 
  • setzen Sie um, was der Bundesrat und an vorderster Front RR Lukas Engelberger als Präsident der Gesundheitsdirektorenkonferenz gefordert haben 
  • Pandemie-Massnahmen müssen ALLE einbeziehen! 
  • kümmern Sie sich sofort um die Menschen aus Rumänien!

Derzeitiges Angebot Soup&Chill: 

  • Alle Tage 17-21h: Essen in mehreren Räumen gemäss COVID-19- Bestimmungen, 
  • Übernachtungsangebot:  Wir haben die tolle Zusammenarbeit mit dem Backpack-Hostel vom ersten Lockdown weitergeführt und das Guest-House gemietet: so können die aller-vulnerabelsten unter unseren Gästen Tag und Nacht in der Wärme sein.                                          

Die Aktion “Leere Betten sind sinnlose Betten” hat viel Wirkung gezeigt: bitte schenken Sie durch Ihre Spende weiterhin Wärme für Menschen ohne eigene Wohnung und helfen Sie mit, das Hostel zu finanzieren. Derzeit haben wir es bis Ende Februar gemietet.

 

Team und Vorstand von Soup&Chill


WEIHNACHTEN 2020

Willkommen am Familientisch!

Um ein Festessen am 24.12. überhaupt durchführen zu können und dürfen, galt als oberste Gebot: Verteilung der Gäste auf mehrere Räume.

Das brauchte sehr viel mehr Vorbereitungsarbeit: viele Freiwillige halfen mit Lust und Fantasie mit und zauberten wunderschöne Tisch-Arrangements. "Gärn gschee" sagten sie gemäss dem Namen ihres Vereins und man konnte erahnen, dass sie hinter ihren Masken lächelten.

Gärn gschee... ja wir glauben euch, dass Ihr es gern gemacht habt.

Es ist aber keine Selbstverständlichkeit, dass Ihr uns so viel Zeit am 24. Dezember geschenkt habt! Genauso wie es kein Selbstverständlichkeit ist, dass zwei Frauen (Mutter und Tochter) zuhause für 40 Personen Fleischküchlein und VEGGI-Küchli und Gemüse vorbereitet haben; genauso wie es keine Selbstverständlichkeit ist, dass der Chefkoch des Teufelhof himself wunderbare Kartoffel-Lauchsuppe gekocht und noch ein Einmachglas von feinst geschnittenem Peterli mit dazu gegeben hat.

Was wir in den letzten Tagen an Solidarität, Großzügigkeit und Hilfsbereitschaft erlebt haben, ist fantastisch. Das ist das schöne Gesicht der menschenfeindlichen Pandemie. Das Gesicht, das unter der Maske lächelt.

Als die 140 halben Poulets ihren warmen Backofen nach und nach verliessen und umgeben von Zwiebelsauce, Reis und Gemüse auf den Tellern und schließlich an den Tischen landeten, wurde es immer stiller im Raum. "Das ist unser Familientisch" sagte ein älterer Herr und schaute väterlich über seine drei weiblichen, jüngeren Tischgenossinnen. Lange, sehr lange hörte man dann fast nur das Klappern des Bestecks: langsam, hochkonzentriert und fast andächtig zerteilten unsere Gäste ihre halben Vögel. 

Ein paar Männer standen ums Klavier, summten Lieder mit, die sie wahrscheinlich an Früher erinnerten.

 

 

 

Bei allem Dank an die Freiwilligen soll nicht vergessen werden, dass unsere Mitarbeitenden sofort bereit waren, am 24. Dezember einzuspringen, als bekannt wurde, dass die traditionellen Weihnachtsveranstaltungen für Bedürftige aus Corona-Gründen entfielen. Sie taten das, was eigentlich für in sozialen Berufen Arbeitende eine Selbstverständlichkeit sein müsste: sie waren da, als man sie brauchte. "Institutionen für Tagesaufenthalt und Essensausgabe" (soweit der offizielle Titel), müssen wie Notfallstationen funktionieren; sie müssen immer geöffnet sein, auch an Wochenenden, auch an Weihnachten und auch, wenn Pandemie herrscht. Wenn es auf die gewohnte Art nicht möglich ist, die Gäste zu verpflegen, dann findet sich ganz sicher eine aus der Situation geborene andere Art.

 

Danke, liebe Freiwillige, Geldgeber*innen, Poulet- und andere Lebensmittelspender*innen, Mitdenker*innen, Köch*innen, Stricker*innen, Dekorateur*innen und vor Allem auch: 

Danke an die Teams von Restaurant du coeur und Soup&Chill.

 

Bleibt gesund und mutig! 

 

Claudia Adrario de Roche

WEIHNACHTEN - trotz allem!

"Weihnachten trotz Allem"

Öffnungszeiten: wir sind jeden Abend von 17-21h für unsere Gäste da.

Über 3 Räume und 2 Zelte verteilt werden wir es schaffen, die Abstände einzuhalten.

Wir haben NIE geschlossen....

Weil unsere Gäste auch an Feiertagen und auch bei Corona Hunger haben und einen warmen Raum und Treffpunkt brauchen.

 

Weihnachten:

24.12.: Weihnachtsessen im Soup&Chill. Es gibt Poulets, gesponsert von der Philanthropischen Gesellschaft Basel, die seit Jahren auch bei uns ihrer Menschenliebe und Grosszügigkeit unter Beweis stellen. 

Vielen Dank!

Silvester: traditionelles Raclette-Essen.

 

Offen halten trotz Corona, aber im Rahmen des Möglichen:

Nur wenn wir die BAG-Regeln sorgfältig einhalten, können wir weiterarbeiten.

Wir achten auf Abstände und auf nicht zu sehr gefüllte Räume, verteilen Masken und achten auf die Hände-Desinfektion.

 

Vergessen wir nie:

SOCIAL DISTANCING.. also sozialer Abstand... ist ein völlig falscher Ausdruck!

Gemeint ist -wenn es schon englisch sein muss-: PHYSICAL DISTANCING... also räumlich/körperlicher Abstand!

 

Die Gesellschaft muss genau das Gegenteil tun, nämlich zusammenhalten und Wege finden, diejenigen zu wärmen, die isoliert und allein sind. Es können sich nicht die Einen im Sinne eines Teil- oder völligen Lockdown zu ihrem eigenen Schutz einsperren, wenn die Schwächsten der Gesellschaft noch draussen sind....


2020...

2020: WAS FÜR EIN JAHR!!!

 

So schwierig das Jahr war, so  sehr freuen uns die Perspektiven und Lichtblicke an seinem Ende:

 

BETRIEBSANALYSE:

Die von Kanton, CMS und GGG verordnete Betriebsanalyse bescheinigte uns, dass wir mit einem gut organisierten abendlichen Angebot auf einen klar vorhandenen Bedarf reagieren und dass unsere Gäste das Angebot gerne nutzen.

Mit den Nachbesserungen bei strukturellen Mankos sind wir bereits beschäftigt, bzw. fanden wir genau den richtigen Fachmann zum richtigen Zeitpunkt: Marcel Merz. Er ist ad interim Vorstandsmitglied bis Ende März und kümmert sich um, dieses wichtige Thema, damit wir auch in dieser Beziehung “fit” werden. Herzlich willkommen und danke, Marcel!

 

GELD!!

Vor wenigen Tagen sagten Kanton BS, die CMS und GGG die finanzielle Beteiligung an der Wintersaison zu: der Kanton und die CMS unterstützen uns wie in den Vorjahren mit je CHF 50 000.-, den Antrag für 34 000.- von der GGG werden wir demnächst stellen.

Am 8.12.  sagte uns der Swisslos-Fond BL CHF 35 000.- zu, was uns wahnsinnig freut!

Einige andere Stiftungen, Serviceclubs und Private haben zudem bereits ein gutes Fundament für die Wintersaison 2020/21 gelegt. Wir müssen noch Geld generieren, aber wir werden es schaffen.

 

7-TAGE-ÖFFNUNG vom 1.11.2020 bis 31.3.2021

Infolge der Zuspitzung der Corona-Lage und der steigenden Bedürftigkeit mussten wir schnell einsehen, dass die als “Winter light” geplante Winter-Wochenend-Saison nicht realistisch war. Am 1.11. starteten wir daher mit einem 7-Tage-Programm in die Wintersaison.

 

MEHR RÄUME, denn unsere Gäste müssen rein ins Warme!

Wir können unsere Gäste verpflegen, wenn wir genügend Platz schaffen, um die COVID 19-Bestimmungen einhalten zu können. Wir suchten und fanden zunächst einen zusätzlichen Raum in der benachbarten Flatterschaft.  Und wir stellten Zelte im Garten auf. So schaffen wir die Verpflegung von bis zu 120 Gästen pro Abend, ohne dass sie einander und unser Personal gefährden.

 

NEUE RÄUME in “unserem Haus!!!“

Die gute Zusammenarbeit mit der SBB trug wieder Früchte: wir können ab 16.12. zufällig leer werdende Räume in unserem Gebäude beziehen, ein Quantensprung für Soup&Chill. Und eine absolute Notwendigkeit in Corona-Zeiten!

 

WEIHNACHTEN trotz ALLEM!

Derzeit erarbeiten wir ein Programm für den 24. Dezember. Wir versuchen dabei,  Menschen, die sonst IHR Weihnachtsfest an der Kundenweihnacht im UNION haben (die wegen Corona nicht stattfinden kann) nicht nur gutes Essen, einen warmen Ort, und auch ein paar feierliche und besinnliche Stunden zu bieten. Unser Ziel: ein paar Orte über die Stadt verteilt, ein weihnachtliches Netz, das wärmt.

Planung läuft, Ideentopf brodelt, weitere Mitdenkende und Mithelfende sind herzlich willkommen. Gerne melden unter info@soupandchill.com.

Wir hoffen so sehr, dass die neuen Regelungen des Bundesrates uns nicht ein weiteres Mal zum kompletten Umdenken zwingen wird!

 

AKTION “Leere Betten sind sinnlose Betten”

In unserer Endjahres-Aktion versuchen wir, Sponsoren für Zimmer im Backpack-Hostel im Gundeli zu finden, um  v.a. ältere Menschen in der kalten Zeit weg von der Strasse holen und auch untertags in einem ZImmer unterbringen zu können.

Eine Spende von CHF 50.- verwandeln ein leeres und sinnloses in ein belegtes Bett, das wärmt!

 

 

Dazu unser Aufruf:

Für 50.- CHF machen Sie ein leeres, sinnloses Bett zu einem Bett, das wärmt.

 

Trotz CORONA: LEBEN nicht vergessen!

Zum LEBEN gehören auch FESTE und so feierten wir Santiglaus: mit Geschenkpaketen der Firma ThermoFischer Scientific und Pizza frisch ab “fahrendem Ofen”. 
Herzlichen Dank an das ThermoFisher Team und an VITO!!!! CHÉ GIOIA!, unsere Gäste waren begeistert.

 

Ganz besondere Freude machten natürlich wieder die vielen selbstgestrickten SOCKEN in allen Grössen und allen Farben.

Einen riesigen Dank an die Frauen, die unseren Gästen seit Jahren so viel Arbeit –und kitschig gesagt, aber sehr wahr- Fürsorge schenken!

Last but not least:

Ein Thema zum NICHT-WEG-SCHAUEN: BETTLER aus Osteuropa.

Seit der Aufhebung des Bettelverbots –wahlkampfbedingt-  gibt es viele bettelnde Menschen aus osteuropäischen Ländern in Basel. Einige Presseberichte haben auch bereits aufgezeigt, wie schlimm ihre Überlebensbedingungen nun, da es so kalt ist, sind.

Da grosse Gruppen in der Nähe des Bahnhofs ihre Schlafplätze haben, kommen sie am Abend natürlich auch ins Soup&Chill .

Sie suchen einen warmen Raum, warme Kleider, Schlafsäcke und warmes Essen.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versuchen wir, sie zu unterstützen, sofern sie sich an unsere Hausregeln halten, die wir klar kommunizieren und auf deren Einhaltung wir sehr achten.

Wir hoffen auf die Politik... es muss schnell eine Lösung her, die die sehr schlimme Lage bessert. Es geht nicht um Verbote, es geht um Unterstützung der Menschen – zusammen mit den Botschaften ihrer Herkunftsländer (s. das von Esther Keller im Grossen Rat propagierte “Berner Modell”).


DIE "WG"

Soup&Chill und Restaurant du coeur sind eigentlich eine WG,

eine Wohn- und Arbeitsgemeinschaft.

Wir teilen uns den Raum, 

wir erproben täglich ein möglichst konfliktfreie Zusammenarbeit

wir haben gemeinsame Sorgen und 

wir haben gemeinsame Freuden

wir haben einige Mitarbeitende, die für beide “Läden” arbeiten, 

denn die tägliche Koordination ist eine Herausforderung.


"KIWANIS" MAGAZIN

Die Projekte Soup&Chill und Restaurant du coeur werden derzeit weltweit im KIWANIS-Magazin vorgestellt.

“KIWANIS” sind ein Service-Club wie Lions oder Rotary: ihr Ziel ist die Unterstützung sozialer Projekte in Drittweltländern aber auch im Inland, die Unterstützung von jungen Menschen... sie fanden, Soup&Chill und vor allem das Restaurant du coeur seien Ideale Repräsentanten ihrer Idee.

Danke! Wir freuen uns sehr!


NEUIGKEITEN 3.9.2020

Die gute Nachricht

Wabi Leda aus Äthiopien hat endlich die Arbeits-Bewilligung bekommen: Willkommen im Team des Restaurant du coeur!

Er hat nun einen Vertrag vom Restaurant du coeur und wird verantwortlich für die Vorbereitung von Caterings sein.

Zusätzlich wird er die Koordination der von Food Sharing-Projekten erhaltenen Lebensmitteln und Aufteilung zwischen Soup&Chill und Restaurant du coeur machen.

Wir freuen uns sehr über diesen neuen Mitarbeiter: da die Caterings-Auftragslage derzeit sehr gut ist, haben wir viel Arbeit für ihn.

 

Schwieriger Weg über Behörden-Hürden, aber Ziel erreicht!

Das Restaurant du coeur hat somit nach Selam (Eritrea) als Service-Chefin und Bircan (Türkei) als Köchin mit Wabi bereits die dritte Person aus der Abhängigkeit der Sozialhilfe herauslösen und in die Selbstständigkeit führten können.

Seitens Soup&Chill konnten wir vergangenes Jahr Samson (Eritrea) einen festen Vertrag anbieten.

Wir sind derzeit an der konkreteren Planung eines “Paten-Projekts” zur Stabilisierung unserer Finanzen, damit die Löhne unserer so gewonnenen MitarbeiterInnen abgesichert sind und nicht durch evtl. Verdienstausfälle à la Corona in Gefahr geraten.


NEUIGKEITEN 26.8.2020

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

diejenigen, die bz lesen und/oder das Ohr am Puls des “sozialen” Basel haben, wissen es: Soup&Chill und namentlich Claudia Adrario de Roche waren wieder Ziel von Angriffen und diffamierenden Anfeindungen.

Alles, was wir dazu zu sagen haben, steht in unserer Medienmitteilung (im Anhang).

 

Kurz zusammengefasst die Themen:

1: die seit Jahren währende Geldnot wegen zu wenig langfristiger und ausserdem zu niedriger Finanz-Zusagen des Kantons, der CMS und der GGG

2: die von den genannten 3 Geldgebern verordnete Betriebsanalyse, deren Ergebnis über Art und Umfang der weiteren Zusammenarbeit entscheiden sollte. Die Analyse bringt statt wie geplant Ende August nun erst Mitte November ein Ergebnis. Da läuft aber bereits die Wintersaison. Es ist unmöglich und es wäre verantwortungslos, Verträge mit Mitarbeitenden abzuschliessen: die derzeitigen Zusagen sind vage, es ist die Rede von “Übergangsjahr” etc.

3: Kanton und CMS knüpften die Vergabe eines sehr geringen Geldbetrags (je CHF 10 000 für drei Monate Essensabgabe von Montag-Freitag als Take away) an eine für uns nicht akzeptable Bedingung:

wir müssen ab sofort pro Gast CHF 3.- verlangen. Das ist unverhältnismässig (3 Franken werden von anderen Angeboten für komplette Menus verlangt) und in Anbetracht der gesteigerten Bedürftigkeit der Menschen in Folge von Corona unethisch. 

Ausserdem befördert diese Massnahme das Betteln... das seinerseits im Fokus steht.

 

Wir ziehen die Konsequenz: derzeit besteht kein Subventionsvertrag mit dem Kanton BS.

Derzeit bestehen keine Zusagen seitens der CMS und GGG.

Keine Zusagen bedeutet auch: keine Verpflichtungen unsererseits.

 

Wir waren lange Bittsteller.

Wir sind aber vor allem seit 2006 Anbieter und Organisatoren eines wichtigen Angebots des sozialen Basel.

Nun fordern wir die drei grossen Geldgeber auf, für sich, die Stadt Basel und die Menschen am Rand der Gesellschaft zu entscheiden, 

- ob es unser Angebot braucht

- in welchem Umfang es unser Angebot braucht

- was ihnen unser Angebot Wert ist

 

Bis dahin führen wir von November bis Ende März eine “Wintersaison light” durch: immer an den Wochenenden und an allen Feiertagen. An diesen Tagen ist die Gassenküche geschlossen.

Wir lassen unsere derzeit fest Angestellten nicht im Stich:  die derzeit laufenden Verträge werden weitergeführt. Es wird niemand neu angestellt. Befristete Verträge werden nicht erneuert.

Und wir lassen auch unsere Gäste nicht allein. 

 

Die Gruppe von Mitarbeitern, denen vergangenes Jahr gekündigt worden war bzw. die keine neuen Verträge mehr bekamen, initiierten eine Schlichtungsverhandlung am 30.Juni.- Es wurde dem Verein Soup&chill vollumfänglich Recht gegeben: es handelte sich NICHT um missbräuchliche Kündigungen. Leider akzeptieren die Ex- Mitarbeiter das Schlichtungsurteil nicht und gingen an die Presse.

Das Ergebnis: der bz-Artikel.

 

Wir haben nur einen Wunsch:

in Ruhe zu arbeiten.

Alle Anfeindungen gegen uns treffen letztlich unsere Gäste.

 

 

Unsere Stellungnahme:

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UNSER BETRIEB AB JULI

Es hat sich nichts daran geändert, dass viele Menschen froh um die allabendliche Essensabgabe sind. Wir arbeiten daher weiter, wie im Juni:

Montag bis Freitag: Lebensmittelabgabe ab Tür; 

Samstag und Sonntag, warmes Essen in 2 "Schichten" : 17h und 19h, je 30 Personen im Raum und 20 im Garten.

Dringender Aufruf: 

der durchgehende Sommerbetrieb in dieser Form war nicht  geplant geschweige denn budgetiert. Corona kam.... und die Folgen sind gravierend. 

Bitte, liebe Freundinnen und Freunde, Leserinnen und Leser dieser Seite: helft uns, damit wir weitermachen können: füttert unser Konto! Eure Hilfe kommt eins zu eins bei unseren Gästen an. Unser erklärtes Ziel ist die Weiterführung des Betriebs genau in dieser Form bis Ende Oktober. Im November starten wir dann in die hoffentlich "normale" Wintersaison mit täglich warmem Essen im Raum. 

Wie das "technisch" gehen wird, wissen wir jetzt noch nicht, wir denken immer in Plan A und Plan B. Irgendwie wird sich eine Lösung finden.

Sehr dankbar für eure Hilfe

eure Soup&ChillerInnen


BETRIEB IM JUNI:

Fortsetzung des  Ausnahme-Betriebs im Juni:

die Zahl der Menschen, die durch Corona in wirtschaftlich Not geraten sind und Probleme haben, sich selbst zu versorgen, ist viel zu gross, als dass wir auf den "normal geplanten" Wochenend-Betrieb umschalten könnten und sollten.

Derzeit sind wir ab Planen, wie wir ab 8.6. das Take away am WOCHENENDE wieder in einen "normalen" Betrieb in Raum und Garten zurückführen können.... bei Einhaltung der noch vorhandenen Regeln der Personenbeschränkung. Wir freuen uns schon so sehr darauf, unsere Gäste wieder an Tischen sitzen und in Ruhe essen zu sehen..... schmeckt halt doch besser! 

Die Essensausgabe unter der Woche erfolgt weiterhin an der Tür.


Ende des LockDown - Ende des Hostel- Projekts.

17 Tage und Nächte verbrachten circa 15 Gäste im zwar nicht mit Sternen dekorierten, aber sehr gemütlichen BackPack Hostel im Gundeli.

Es waren gute Tage und Nächte: unsere Gäste kamen ein bisschen zur Ruhe, sie schätzten das Angebot und sie blieben wirklich den Grossteil des Tages in ihren Zimmern. Die Aufsicht aus TeamlerInnen von Soup&Chill, StudentINnen den FHNW und Freiwilligen der Fanclubs "Muttenzerkurve" hatten daher wenig Arbeit... aber Zeit, sich in Ruhe mit den Menschen zu unterhalten und auch mal Problemen auf den Grund zu gehen. Wir haben alle viel gelernt...

Heute, 27.4. übergaben wir ein supersauber geputztes Hotel an die Betreiber des Hostel, die uns den Aufenthalt möglich gemacht und mit denen wir so gerne zusammengearbeitet haben.... wer weiss: vielleicht nicht das letzte Mal!

 

HIER KLICKEN (BEITRAG AUF SRF)

 

Wie weiter: Soup&Chill im Mai 2020

der LockDown ist gelockert, aber die Normalität ist noch weit weg.

In den letzten Tagen kamen meist 100 oder mehr Gäste zum Take away an der Türe des Soup&Chill: darunter auch Menschen, die gar nicht zu "unseren" Gästen zählen. Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren in der Gesellschaft und wirft z.B. Familien, die "gerade so" durchkommen, -auch mithilfe von Lebensmittelabgaben von Tischlein deck dich (derzeit eingestellt) oder Einkaufsfahrten ins billigere Deutschland oder Frankreich- gnadenlos "aus der Spur". Viele kleine Jobs sind weggefallen.... man sieht, dass es im reichen Basel so viele Menschen gibt, die am Reichtum gar nicht partizipieren und deren Familienkasse sehr "vulnerabel" ist.

 

Auch Mitglieder unseres Teams haben kleine "Sommerjobs" verloren.

Da wir sehr grosszügige Spenden bereits bekamen und weiterhin auf Unterstützung in dieser schwierigen Zeit hoffen, haben wir entschieden:

Sonderöffnungszeiten in Mai:

Samstag/Sonntag gibt es "normales" Sommer-Wochenend-Angebot mit Take away von 17.30h bis 20.30h.

Montag bis Freitag gibt es von 17.30 bis 19h ausnahmsweise weiterhin eine Abgabe von einfachem Essen, teils auch als Lebensmittelabgabe.

Wenn sich die Lage normalisiert, werden wir im Juni zum Wochenend-Betrieb übergehen.

Mit dieser Massnahme können wir sowohl unseren Gästen, Menschen, die wegen Corona in Not geraten sind, und auch unseren Mitarbeitenden helfen. 

 

Liebe Leserin und lieber Leser: wer uns helfen möchte, weiterhin flexibel auf das zu reagieren, was als Nächstes auf uns zukommt, der ist ganz herzlich eingeladen, unser Konto zu füttern......

Herzlichen Dank!

Die Soup&ChillerINnen


"Ihr müsst sie unterbringen, egal woher sie kommen"

#BleibtZuhause – So lautet das Credo, nach dem Basel und die gesamte Schweiz derzeit lebt. Das Mantra, das uns der Bundesrat, die Gesundheitsbehörden und diverse Influencer täglich ins Gewissen rufen. Und bei den meisten ist der Aufruf, die eigenen vier Wände nur fürs Nötigste zu verlassen, inzwischen angekommen.

Doch was ist mit eben jenen Menschen, die kein Zuhause haben, in dem sie bleiben können? In Basel gibt es gemäss einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz um die 100 Personen, die komplett ohne Obdach sind und 100 weitere, die teilweise obdachlos in schwierigen und wechselhaften Wohnsituationen leben...

Den ganzen Zeitungsartikel gibt es auf PRIME NEWS


GOOD NEWS!

Notschlafstelle 

Gestern erhielten wir die Nachricht, dass an diesem Wochenende zusätzliche Betten zur Verfügung stehen: Gäste, die wir zur Notschlafstelle schicken, werden dorthin begleitet.

Hotel

Aus mehreren Quellen wurde uns gesagt, dass man sich der Lösung  "leerstehendes Hotel zur Unterbringung für Obdachlose" nähere: es wäre so wichtig, denn auch für Obdachlose gilt: Nobody left outside weherever he or she comes from!!!! Obdachlose sind gefährdet und gefährdend... genau wie wir Alle.

Öffnung St. Clarasaal

Der Schwarze Peter hat es geschafft, dass der St. Clarasaal als "Speisesaal" für die Gäste der Gassenküche geöffnet wird. Er befindet sich in idealer Lage, schräg gegenüber der Gassenküche; die Gäste der Gassenküche können dort ihr Take away-Essen verzehren. Super, danke!

So viele Freiwillige: DANKE!

Wohl aufgrund unseres Aufrufs auf dieser Website haben sich in den letzten Stunden so viele Menschen gemeldet, die freiwillig helfen möchten, dass wir bereits "Wartelisten" führen: ein echtes Luxusproblem! Danke euch allen für eure Solidarität und Bereitschaft. Bitte schaut immer auf diese Website, wir informieren regelmässig, ob wir wieder Leute brauchen und auch, wofür.

 

Vielen Dank an euch alle, passt auf euch selbst und auf alle rund um euch auf: bleibt gesund!

Claudia und die Sous&ChillerInnen


Angebot Soup&Chill bis Ende April:

Take away an der Eingangstüre von 18-20.30h.

Wir bereiten jeden Tag warmes Essen zu und versorgen unsere Gäste mit Obst, Getränk, Süssigkeiten.

Ein Mitarbeitender steht immer bereit, um Auskunft und Ratschläge zu geben.

Abstände/ social distancing halten wir ganz ganz pragmatisch ein:

Transportkisten in 2 Meter Abstand: bei jeder Kiste wartet ein Gast und rückt dann immer eine Kiste vor... no problem!

Dazu eine Palme und ein Blumenwägeli für die Moral.

FREIWILLIGE sind in diesen Tagen sehr gesucht: wir bilden auch Freiwilligen-Equipen, die NUR in der Essensvorbereitung eingesetzt werden und daher sehr wenige Kontakte haben.

Meldet euch, wir sind sehr dankbar! Kontakt: sonja.graesslin@wertstaette.ch

UNTERBRINGUNG unserer Gäste Tag und Nacht ist noch immer das grösste ungelöste Problem: wir warten noch immer auf eine Lösung für ALLE seitens der Behörden. Hotels, Turnhallen etc. stehen leer. Im BL gibt es derzeit leere Asylheime....und unsere Gäste sind draussen, Tag und Nacht. Oder sie fahren Tram.... Virus on tour!

 

BLEIBT DAHEIM, BLEIBT GESUND, DENKT MIT, DENKT, unterstützt uns als FREIWILLIGE oder füttert unser Konto   

alle tut uns gut und alles hilft unseren Gästen und uns

Herzlich

Claudia un die Soup&ChillerInnen

 

Postcheck, Soup&Chill

IBAN:CH49 0900 0000 6068 5444 7

 

ALLE WEITEREN INFOS ZUM THEMA "SOUP&CHILL IN ZEITEN VON CORONA" gibt es HIER



MÄRZ 2020

Wie versuchen, den ziemlich schwierigen Alltag im Soup&Chill mit möglichst viel Ruhe und ganz pragmatischen Massnahmen zu meistern.

 

Die wichtigsten Vorgaben sind:

1. unsere Gäste brauchen trotzdem etwas zu essen

2. sie brauchen trotzdem “ihr Wohnzimmer”

 

Also machen wir weiter und ergreifen Massnahmen zu ihrem und unserem gegenseitigen Schutz: Händedesinfektion, Empfehlung des häufigen Händewaschens, Vermeidung von Körperkontakt, Schaffung von mehr Platz: 

wir haben die Tische im Gastraum lockerer gestellt und  “expandieren” bei Bedarf ins Höfli und in den Garten..... hoffend, dass das Wetter wirklich trocken bleibt und wärmer wird.

 

Bleibt die kuriose Feststellung, dass wir nie NIE seit Bestehen von Soup&Chill so wenige kranke Gäste und auch Mitarbeitende hatten: die abgesagte Fasnacht bewahrte wohl viele Menschen von den sonst alljährlich als selbstverständlich hingenommenen Erkältungen und normalen Grippen....


NOTWOHNUNGEN

Mitteilung der Sozialhilfe Basel Stadt, Montag, 3.3.an die niederschwelligen Institutionen: 

"Wir sind daran vier leere Notwohnungen zu möblieren und für den Fall von positiv getesteten wohnungslosen Personen für die zwei Wochen Quarantäne zur Verfügung zu stellen. Wir werden auch zusammen mit der Abteilung Sucht organisieren, dass diese Personen einmal pro Tag besucht werden, so dass die Versorgung gewährleistet ist."                              

Wir sind froh über diese in Aussicht gestellte Möglichkeit, die wirklich erkrankten Gästen Schutz bieten kann.


INFO ZU CORONA

Massnahmen zum Schutz unserer Gäste und unseres Teams vor dem Corona –Virus:

 

Da alle Desinfektionsmittel und Masken auf Monate (!) ausverkauft sind, stellen wir gemäss Empfehlung von Prof. Dr. Andreas Widmer, Leiter der Spitalhygiene am Unispital Basel, eine ebenso wirksame Desinfektionslösung nach „Rezept“ der WHO her. Wir füllen sie in Sprühflaschen und desinfizieren so die Hände jedes Gastes, bevor er den Raum betritt. Ansonsten gelten die publizierten Massnahmen (soweit Abstand wie möglich, kein Händekontakt; Papiertaschentücher nach Gebrauch direkt entsorgen).

 

Unsere Gäste gehören zur „vulnerablen“ Gruppe, d.h. sie sind wegen ihres meist nicht guten Allgemeinzustands anfälliger für alle Arten von grippalen Infekten und haben wegen ihrer geschwächten Immunsituation bei Erkrankung tendenziell schwerere Verläufe.  Wichtigste Prävention ist daher: Leute nicht draussen schlafen lassen. Seit Tagen gilt daher bei uns: wir geben liberal Bons für die Notschlafstelle aus.      

                                                                                                     

Bei all den massiven Massnahmen, die ergriffen wurden, muss die bedingungslose Belegung der Notschlafstelle-Betten eine Selbstverständlichkeit sein. Die Tarif-relevante Frage, ob Basel-Städter oder Ausserkantonaler, darf nun kein Thema sein....


GEDANKEN...

Wir wissen,

dass an der grippeähnlichen Krankheit, die vom Corona-Virus ausgelöst wird, viele Menschen erkranken und einige auch daran sterben werden.

Wie jedes Jahr wegen der saisonalen Grippe.

Wir sind darauf bedacht und irgendwie beruhigt, dass weitreichende Massnahmen ergriffen werden, um Ansteckungs- und Todesraten so weit wie möglich zu senken.

Erkältung, Lungenentzündung.... die Schreckszenarien.

 

Wir wissen – eigentlich - auch,

dass in diesen Wintertagen an der „europäischen Aussengrenze“, im Meer zwischen der Türkei und Griechenland, an den südöstlichen Grenzen von Europa unvorstellbares Leid herrscht.

Die Türkei hat die Grenzen geöffnet, schickt die Flüchtlinge nach Europa....

Massnahmen in Form von „Push back“-Aktionen werden eingefordert. 

Durchnässte, frierende, verzweifelte Menschen werden nicht gerettet, sondern abgewiesen.

Weg! Einfach weg! wieder hinaus aufs Meer oder im „besten“ Fall in Lager, die zum Teil bis um das Dreissigfache überfüllt sind.

Gibt es Zahlen über die Kranken in den Lagern?

Gibt es Zahlen, wie viele Flüchtlinge sich auf den Booten den Tod geholt haben und an Lungenentzündung gestorben sind?

Wer weiss das?

Wer registriert das?

Wer will es wissen?

Wer will Massnahmen gegen das Sterben ergreifen?

Was Europa beschäftigt, ist nicht die Frage, wie man dem Sterben Einhalt gebieten, sondern wie man die Flüchtlinge daran hindern kann, nach Norden zu kommen.

Und Eines noch: 

wenn uns unsere Kinder und Enkel irgendwann einmal fragen werden, wie das war im Frühling 2020....

Sagen wir bloss nicht, wir hätten nicht  gewusst, 

was im Meer zwischen der Türkei und Griechenland passierte!

Sagen wir bloss nicht, wir seien nicht mit-schuldig!

Weil wir mit anderen Sachen, z.B. mit dem Corona-Virus genug eigene Sorgen hatten.....

 

C.A.

 


ABSCHIED AM RHEIN

Vicky, eine wunderschöne junge Frau, verstarb viel zu früh. Wir kannten sie seit über 20 Jahren. Hofften, sie würde es schaffen, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Sahen ihre Anstrengungen, ihre immer neuen Versuche, sich aus der Abhängigkeit zu befreien, ihre Enttäuschungen. 

Viele Freunde und Weggefährten standen um das Feuer.

 

Irène  machte ein kleines Ritual. Kerzen, Worte, Seifenblasen und Blumen, die auf dem Wasser des Rheins davonschwammen.

Liebe Vicky, wir alle wünschen Dir, dass Du jetzt Ruhe und Freiheit gefunden hast!

 


Wer

hätte

im Jahr

2006 , als die

Wärmestube 

entstand, denn

geahnt, was

in den nächsten

13 Jahren passiert?

Wer 

hätte denn gedacht,

dass sich Menschen aus Afrika,

dem Vorderen Orient und Osteuropa

auf den Weg machen würden? Dorthin,

wo es besser ist, weil es Wasser, Arbeit und

anscheinend Reichtum und immer Frieden gibt.

Nach Mitteleuropa, Deutschland, in die Schweiz.

Sie kamen übers Meer oder wandern wochenlang.

Sie wirbelten alles durcheinander. 

Die Ruhe in den

Ländern, durch die sie ziehen, zuallererst, weil die

Menschen dort die Arbeit und den Frieden eigentlich

nicht teilen möchten. Und dann die Ordnung in den Köpfen:

Was immer SO war, ist jetzt ANDERS. Auch in sozialen

Einrichtungen. 

Eine Wärmestube für Randständige beim SBB

sollte es sein und Alkis und Junkies und Armen und Einsamen

aus Basel einen Ort der Ruhe bieten, wo sie einfach zusammen sein

können, chillen können nach dem Stress auf der Strasse. 

Falsch gedacht!

Alle mussten einsehen, dass die Geschichte völlig anders weiter ging.

Plötzlich leben wir  mitten in einer Völkerwanderungszeit und niemand fragt: 

„Darf ich kommen“? 

Sondern kommt einfach, weil es nicht möglich ist, 

in der Heimat zu bleiben. Ja, sie kommen, stehen da und schauen uns an

mit grossen dunklen Augen. Und treffen auf  die, die in der reichen Schweiz gute Arbeit hatten 

und sie plötzlich verloren und es nicht fassen können, dass es auch sie getroffen hat. 

Wo sie doch immer fleissig und erfolgreich und tüchtig waren.

Die, die kommen, müssen die, die schon immer da

waren, respektieren. Und die, die immer da waren, müssen begreifen, dass der Platz,

an dem sie immer waren, nicht ihnen allein gehört. So ist das in der Welt.

Und so ist das in der Wärmestube Soup&Chill beim Bahnhof SBB in Basel.

„Wir müssen lernen, als Brüder miteinander zu leben, oder wir werden als Narren untergehn!“ 

 

(Martin Luther King)


Es ist schwierig und ziemlich absurd, Weihnachten zu feiern und vom Fest des Friedens zu reden, in einer Zeit, in der Männer Weltpolitik machen, die im Soup&Chill selbstverständlich Hausverbot hätten. Sie verstossen im grossen Stil und ganz öffentlich gegen unsere Grundregeln: kein Rassismus, kein Sexismus und keine Gewalt.
So bleibt nur die Hoffnung, dass unser kleiner Beitrag zum friedlichen Zusammenleben doch irgendetwas bewirken kann und unseren Gästen und unseren Mitarbeitenden ein paar gute Stunden beschert.
Mit herzlichen Wünschen

Vorstand und Team von Soup&Chill


DANKE!

Nach einem Aufruf in  Radio Energy wurden wir von einer warmen Welle der Hilfsbereitschaft umspült: wir bekamen haltbare Lebensmittel, Decken, warme Kleidung und auch viele Geldspenden. Wir spüren, wie stark die Solidarität in der Bevölkerung ist! 

Ganz herzlichen Dank!

Einen grossen Dank auch unseren freiwilligen Helfern an den Festtagen! 

              

 


WEIHNACHTEN & NEUJAHR

Weihnachten und Neujahr im Soup&Chill: 

ausser am 24.12.(Weihnachtsfeier im union) haben wir immer ganz normal geöffnet. 

Am 26. 12. gibt es ein gutes Weihnachtsessen, gesponsort von der Philanthropischen Gesellschaft. Und am Silvesterabend laufen wieder die Raclette- Geräte auf Hochtouren! 

Wir freuen uns auf viele Gäste!  


UNGLÜCKLICH das LAND, das HELDEN nötig hat

(Bertolt Brecht)

 

Unglückliches Europa....

unglückliches Italien....

 

Eine junge Frau ( es hätte genauso gut ein junger Mann, eine alte Frau oder ein alter Mann sein können)  wichtig ist: ein EINZELNER Mensch beschliesst, sich absurder Unmenschlichkeit zu widersetzen und das Logischste zu tun, das man tun kann: Menschenleben retten.

Nach 17 Tagen Odyssee auf dem Mittelmeer legte die Kapitänin Carola Rackete im Hafen von Lampedusa an.

Sie übernahm trotz aller italienischer Drohgebärden die Verantwortung und brachte ihre Passagiere, die sie vor Lybien aus dem Meer gefischt hatte, in Sicherheit.

 

Grazie, signora Rackete!

Era un atto ... no tanto di eroismo, mà di umanità!

Vielleicht wacht zumindest Europa jetzt auf...


VERLÄNGERUNG!

Wir haben die grosse Freude, mitteilen zu können, dass die SBB unseren Mietvertrag in der Solothurnerstrasse 8 bis Ende 2023 verlängert hat. 
Wir haben also noch ein paar Saisons vor uns, die wir an diesem für uns idealen Standort und in dem lieb gewordenen Raum ´und Garten verbringen können!
Grosser Dank geht an Frau Kruse von der SBB für die immer so gute und problemlose Zusammenarbeit!
Die Soup&ChillerInnen

KÄLTESCHUTZ-KITS

Eveline Siegentaler und ihre Leute von IG IntegrationJetzt Basel hatten WIEDER EINMAL eine sehr gute Idee:, für die wir uns im Namen unserer Gäste herzlich bedanken.

Sie setzten sich mit dem Obdachlosen Marcel Stucki  zusammen und fragten ihn, was alles in einer “Kälte- Notausrüstung” sein müsse:  ein leichtes Zelt, Isomatte, Schlafsack, aufblasbares Kopfkissen, Thermosflasche, Teller, Besteck, ein grosses Cape, das Mensch und Rucksack gut deckt und –ganz wichtig- eine Stirnlampe usw.  

Sie sammelten Geld, organisierten die benötigten Gegenstände bei einschlägigen Spezialfirmen und stellten die Kits zusammen. 

Soup&Chill darf die Ensembles an obdachlose Gäste abgeben.

Unsere Gäste waren sehr begeistert und posierten samt Stirnlampe gerne für ein Dankes-Foto. 

Hier der link zu den Kälteschutz Kits, wenn  ihr auch eines oder mehrere spenden möchtet: https://integration-jetzt.jimdo.com/shop-merchandising/

Der Preis eines Kits liegt bei unsagbar günstigen CHF 40

Bei aller Freude über die tolle Idee und die sehr kluge und effizienter Umsetzung bleibt eine Frage bestehen: wöchentlich werden von den Notschlafstellen in BS die Zahlen freier Betten veröffentlicht. Seit November lag die Zahl der freien Männer-Betten immer zwischen 30 und 40, die der Frauenbetten stets zwischen 15 und 20.
Man muss aber immer sehr gut begründen, warum man Leute zum Übernachten schickt, auch wenn man per Kostengutsprachen/Bons bezahlt.

Sind Notschlafstellen-Betten da, um leer zu sein?

Oder, die mindestens so spannende Frage: warum bleiben sie leer und Leute schlafen lieber draussen??


ABSCHIED AM RHEIN

Viele waren gekommen: aktuelle und ehemalige Mitarbeitende von Soup&Chill und dem Schwarzen Peter, Freunde, Wegbegleiter. 
Alle einig darin, dass wir Willi sehr vermissen werden.
 Als wir auf die Fähre gingen, kam die Sonne aus den Wolken hervor.
“Wir müssen ihn ziehen lassen... und uns drauf besinnen, dass wir noch da sind. Und dass wir die Zeit nutzen sollen, um uns gegenseitig zu schauen...”
Remy, der Fährmann, sagte diese wichtigen Sätze und schickte Willis Asche auf die Reise, den Rhein hinunter bis nach Rotterdam und dann irgendwohin ins Meer.
Die Lieder des Surprise-Chors wehten übers Wasser.
Ein paar von Köbi gebundene Rosensträusschen schaukelten auf den Wellen.
Und die Möwen schauten mit ihren runden Augen.

ABSCHIED IM GARTEN

Neben einem grossen Feuer, das neben Willis Lieblingsplatz im Garten von Soup&Chill flackerte, versammelten sich Gäste und Kollegen von Willi und stiessen trotz Kälte mit einem Bierchen auf ihn an. 

+++DANKE!+++

Wir bedanken uns recht herzlich im Namen unserer Gäste, bei Rachel Höferlin und Ihren
Helferinnen und Helfern, die als Studenten, der FHNW, spontan eine
Kleidersammelaktion durchgeführt haben.


24.2.2018

Es ist kalt und alle helfen!

Der FCB schenkte unserer Gästen Mützen, Schals und Handschuhe. Viele viele Menschen kamen vorbei und brachten warme Sachen!

HOPP FCB 

HOPP ALLE, DIE HELFEN!

 

Mit herzlichem Dank die

Soup&ChillerInnen