ABSCHLUSS

Betreffend die Sache um den Konflikt mit dem ehemaligen Team (2 Kündigungen, 3 nicht erneuerte Verträge) vom August 2019, möchte der Verein Soup&Chill informieren: 

In der Schlichtungsverhandlung vom 30.Juni wurde festgestellt, dass seitens des Vereins keinerlei Missbräuchlichkeit vorlag. Es gab gute Gründe zur Kündigung bzw. nicht Erneuerung der Verträge.

Kleine Nebenforderungen, wie Überprüfung von Ferienguthaben etc. werden nochmals bilateral überprüft und geregelt.  

Für den Vorstand: Dr. Claudia Adrario de Roche


BETRIEB IM JULI:

da der Bedarf an Lebensmitteln nach wie vor sehr hoch ist, haben wir Montag bis Freitag weiterhin für eine abendliche Abgabe geöffnet.

An Wochenenden wird “normal” gekocht. 

Seit Mitte Juni gibt es eine teilweise Rückkehr zur “Normalität”:

wir bewirten unsere Gäste im Raum und im Garten.

30 Gäste im Raum und 20 im Garten entsprechen den BAG-Vorgaben. Um die ca. 100 Gäste pro Abend versorgen zu können, arbeiten wir in 2 Schichten: um 17h und um 19h können wir somit je 50 Gäste bedienen. Bei Regen müssen wir leider die Notlösung Take away machen, weil der Garten nicht nutzbar ist.


BETRIEB IM JUNI:

Fortsetzung des  Ausnahme-Betriebs im Juni:

die Zahl der Menschen, die durch Corona in wirtschaftlich Not geraten sind und Probleme haben, sich selbst zu versorgen, ist viel zu gross, als dass wir auf den "normal geplanten" Wochenend-Betrieb umschalten könnten und sollten.

Derzeit sind wir ab Planen, wie wir ab 8.6. das Take away am WOCHENENDE wieder in einen "normalen" Betrieb in Raum und Garten zurückführen können.... bei Einhaltung der noch vorhandenen Regeln der Personenbeschränkung. Wir freuen uns schon so sehr darauf, unsere Gäste wieder an Tischen sitzen und in Ruhe essen zu sehen..... schmeckt halt doch besser! 

Die Essensausgabe unter der Woche erfolgt weiterhin an der Tür.


Ende des LockDown - Ende des Hostel- Projekts.

17 Tage und Nächte verbrachten circa 15 Gäste im zwar nicht mit Sternen dekorierten, aber sehr gemütlichen BackPack Hostel im Gundeli.

Es waren gute Tage und Nächte: unsere Gäste kamen ein bisschen zur Ruhe, sie schätzten das Angebot und sie blieben wirklich den Grossteil des Tages in ihren Zimmern. Die Aufsicht aus TeamlerInnen von Soup&Chill, StudentINnen den FHNW und Freiwilligen der Fanclubs "Muttenzerkurve" hatten daher wenig Arbeit... aber Zeit, sich in Ruhe mit den Menschen zu unterhalten und auch mal Problemen auf den Grund zu gehen. Wir haben alle viel gelernt...

Heute, 27.4. übergaben wir ein supersauber geputztes Hotel an die Betreiber des Hostel, die uns den Aufenthalt möglich gemacht und mit denen wir so gerne zusammengearbeitet haben.... wer weiss: vielleicht nicht das letzte Mal!

 

HIER KLICKEN (BEITRAG AUF SRF)

 

Wie weiter: Soup&Chill im Mai 2020

der LockDown ist gelockert, aber die Normalität ist noch weit weg.

In den letzten Tagen kamen meist 100 oder mehr Gäste zum Take away an der Türe des Soup&Chill: darunter auch Menschen, die gar nicht zu "unseren" Gästen zählen. Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren in der Gesellschaft und wirft z.B. Familien, die "gerade so" durchkommen, -auch mithilfe von Lebensmittelabgaben von Tischlein deck dich (derzeit eingestellt) oder Einkaufsfahrten ins billigere Deutschland oder Frankreich- gnadenlos "aus der Spur". Viele kleine Jobs sind weggefallen.... man sieht, dass es im reichen Basel so viele Menschen gibt, die am Reichtum gar nicht partizipieren und deren Familienkasse sehr "vulnerabel" ist.

 

Auch Mitglieder unseres Teams haben kleine "Sommerjobs" verloren.

Da wir sehr grosszügige Spenden bereits bekamen und weiterhin auf Unterstützung in dieser schwierigen Zeit hoffen, haben wir entschieden:

Sonderöffnungszeiten in Mai:

Samstag/Sonntag gibt es "normales" Sommer-Wochenend-Angebot mit Take away von 17.30h bis 20.30h.

Montag bis Freitag gibt es von 17.30 bis 19h ausnahmsweise weiterhin eine Abgabe von einfachem Essen, teils auch als Lebensmittelabgabe.

Wenn sich die Lage normalisiert, werden wir im Juni zum Wochenend-Betrieb übergehen.

Mit dieser Massnahme können wir sowohl unseren Gästen, Menschen, die wegen Corona in Not geraten sind, und auch unseren Mitarbeitenden helfen. 

 

Liebe Leserin und lieber Leser: wer uns helfen möchte, weiterhin flexibel auf das zu reagieren, was als Nächstes auf uns zukommt, der ist ganz herzlich eingeladen, unser Konto zu füttern......

Herzlichen Dank!

Die Soup&ChillerINnen


MITTWOCH NACH OSTERN

Die ersten fünf Tage des Projekts "Alle müssen rein!" sind friedlich und fröhlich verlaufen.

Wir freuen uns sehr.

Und wir freuen uns über die vielen unterstützenden Mails und Botschaften..

 

Nicht um die gute Stimmung zu vermiesen... aber trotzdem.. eine Frage:

Was ist eigentlich in den Flüchtlingslagern in Griechenland los?

Wann hat man zum letzten Mal davon gehört?

Sind die Menschen dort Corona-immun und dürfen darum so dicht an dicht hinter dem Zaun sein...??


ALLE MÜSSEN REIN!

DAS OSTERNEST VON SOUP&CHILL

 

Vor ein paar Tagen wurde von Kanton und Christoph Merian Stiftung in Basel ein grosses Hotel für die Obdachlosen gemietet, die wegen der Corona-Vorgabe des Bundes "Alle müssen rein" nicht auf der Strasse bleiben sollten.

Leider galt dieses Angebot wieder nicht für ALLE, leider kommen Menschen z.B. aus Osteuropa nicht bedingungslos -was das Gebot der Stunde wäre- ins Hotel.

Wir haben Kraft und Mut und Ideen zusammengenommen und ein Nest eingerichtet, für die Menschen, für die es anscheinend gar nirgends einen Platz gibt:

 

Nach knapp einer Woche Vorbereitung starteten wir gestern.. unser Happy-easter-Kampf dem Corona-Virus-Projekt "Alle müssen rein!" im Backpack - Hostel im Gundeldingerfeld.

 

Eine Dank, der gar nicht gross genug sein kann an Co- Teamleiterin Sonja Grässlin, die nun, da das Management des Take away am Abend für unsere zwischen 80 und 100 Gäste steht, nun gleich auch dieses Projekt konkretisiert und in die Praxis umgesetzt hat.   

So ein Projekt kann man nur in so kurzer Zeit machen, wenn ein flexibles, neugieriges Team mitmacht und bereit ist, sich auf Neues einzulassen, weil ALLE Teammitglieder überzeugt sind, dass es das Projekt dringend BRAUCHT:

Danke auch Prof. Drilling für die Vermittlung von StudentInnen der FHNW, die ebenso wie Freiwillige der "Muttenzerkurve" das Projekt begleiten bzw. Aufsicht machen. Ein riesiger Dank auch dem wunderbaren Mitdenker Roland Platter (Winterhilfe BL) und Geldgebern, die unsere Arbeit in Corona-Zeiten grosszügigst unterstützen.

15 Menschen haben Platz, gestern waren nur noch 2 Betten frei: heute trafen sich die ausgeschlafenen, glücklichen Gäste zum Frühstück (vom Restaurant du coeur vorbereitet) im Garten des Soup&Chill.

 

Buona pasqua, frohe Ostern, joyeuses Paques, happy Easter!

 


"Ihr müsst sie unterbringen, egal woher sie kommen"

#BleibtZuhause – So lautet das Credo, nach dem Basel und die gesamte Schweiz derzeit lebt. Das Mantra, das uns der Bundesrat, die Gesundheitsbehörden und diverse Influencer täglich ins Gewissen rufen. Und bei den meisten ist der Aufruf, die eigenen vier Wände nur fürs Nötigste zu verlassen, inzwischen angekommen.

Doch was ist mit eben jenen Menschen, die kein Zuhause haben, in dem sie bleiben können? In Basel gibt es gemäss einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz um die 100 Personen, die komplett ohne Obdach sind und 100 weitere, die teilweise obdachlos in schwierigen und wechselhaften Wohnsituationen leben...

Den ganzen Zeitungsartikel gibt es auf PRIME NEWS


GOOD NEWS!

Notschlafstelle 

Gestern erhielten wir die Nachricht, dass an diesem Wochenende zusätzliche Betten zur Verfügung stehen: Gäste, die wir zur Notschlafstelle schicken, werden dorthin begleitet.

Hotel

Aus mehreren Quellen wurde uns gesagt, dass man sich der Lösung  "leerstehendes Hotel zur Unterbringung für Obdachlose" nähere: es wäre so wichtig, denn auch für Obdachlose gilt: Nobody left outside weherever he or she comes from!!!! Obdachlose sind gefährdet und gefährdend... genau wie wir Alle.

Öffnung St. Clarasaal

Der Schwarze Peter hat es geschafft, dass der St. Clarasaal als "Speisesaal" für die Gäste der Gassenküche geöffnet wird. Er befindet sich in idealer Lage, schräg gegenüber der Gassenküche; die Gäste der Gassenküche können dort ihr Take away-Essen verzehren. Super, danke!

So viele Freiwillige: DANKE!

Wohl aufgrund unseres Aufrufs auf dieser Website haben sich in den letzten Stunden so viele Menschen gemeldet, die freiwillig helfen möchten, dass wir bereits "Wartelisten" führen: ein echtes Luxusproblem! Danke euch allen für eure Solidarität und Bereitschaft. Bitte schaut immer auf diese Website, wir informieren regelmässig, ob wir wieder Leute brauchen und auch, wofür.

 

Vielen Dank an euch alle, passt auf euch selbst und auf alle rund um euch auf: bleibt gesund!

Claudia und die Sous&ChillerInnen


Angebot Soup&Chill bis Ende April:

Take away an der Eingangstüre von 18-20.30h.

Wir bereiten jeden Tag warmes Essen zu und versorgen unsere Gäste mit Obst, Getränk, Süssigkeiten.

Ein Mitarbeitender steht immer bereit, um Auskunft und Ratschläge zu geben.

Abstände/ social distancing halten wir ganz ganz pragmatisch ein:

Transportkisten in 2 Meter Abstand: bei jeder Kiste wartet ein Gast und rückt dann immer eine Kiste vor... no problem!

Dazu eine Palme und ein Blumenwägeli für die Moral.

FREIWILLIGE sind in diesen Tagen sehr gesucht: wir bilden auch Freiwilligen-Equipen, die NUR in der Essensvorbereitung eingesetzt werden und daher sehr wenige Kontakte haben.

Meldet euch, wir sind sehr dankbar! Kontakt: sonja.graesslin@wertstaette.ch

UNTERBRINGUNG unserer Gäste Tag und Nacht ist noch immer das grösste ungelöste Problem: wir warten noch immer auf eine Lösung für ALLE seitens der Behörden. Hotels, Turnhallen etc. stehen leer. Im BL gibt es derzeit leere Asylheime....und unsere Gäste sind draussen, Tag und Nacht. Oder sie fahren Tram.... Virus on tour!

 

BLEIBT DAHEIM, BLEIBT GESUND, DENKT MIT, DENKT, unterstützt uns als FREIWILLIGE oder füttert unser Konto   

alle tut uns gut und alles hilft unseren Gästen und uns

Herzlich

Claudia un die Soup&ChillerInnen

 

Postcheck, Soup&Chill

IBAN:CH49 0900 0000 6068 5444 7

 

ALLE WEITEREN INFOS ZUM THEMA "SOUP&CHILL IN ZEITEN VON CORONA" gibt es HIER



MÄRZ 2020

Wie versuchen, den ziemlich schwierigen Alltag im Soup&Chill mit möglichst viel Ruhe und ganz pragmatischen Massnahmen zu meistern.

 

Die wichtigsten Vorgaben sind:

1. unsere Gäste brauchen trotzdem etwas zu essen

2. sie brauchen trotzdem “ihr Wohnzimmer”

 

Also machen wir weiter und ergreifen Massnahmen zu ihrem und unserem gegenseitigen Schutz: Händedesinfektion, Empfehlung des häufigen Händewaschens, Vermeidung von Körperkontakt, Schaffung von mehr Platz: 

wir haben die Tische im Gastraum lockerer gestellt und  “expandieren” bei Bedarf ins Höfli und in den Garten..... hoffend, dass das Wetter wirklich trocken bleibt und wärmer wird.

 

Bleibt die kuriose Feststellung, dass wir nie NIE seit Bestehen von Soup&Chill so wenige kranke Gäste und auch Mitarbeitende hatten: die abgesagte Fasnacht bewahrte wohl viele Menschen von den sonst alljährlich als selbstverständlich hingenommenen Erkältungen und normalen Grippen....


NOTWOHNUNGEN

Mitteilung der Sozialhilfe Basel Stadt, Montag, 3.3.an die niederschwelligen Institutionen: 

"Wir sind daran vier leere Notwohnungen zu möblieren und für den Fall von positiv getesteten wohnungslosen Personen für die zwei Wochen Quarantäne zur Verfügung zu stellen. Wir werden auch zusammen mit der Abteilung Sucht organisieren, dass diese Personen einmal pro Tag besucht werden, so dass die Versorgung gewährleistet ist."                              

Wir sind froh über diese in Aussicht gestellte Möglichkeit, die wirklich erkrankten Gästen Schutz bieten kann.


ABSAGE FASNACHT

Die Fasnacht wurde wegen des Coronavirus abgesagt. Wir leiden mit den enttäuschten Fasnächtlern... aber ansonsten ändert sich nichts. Wir haben jeden Abend von 17-21h geöffnet und bieten unseren Gästen das, was sie wegen Viren und schlechten Wetters am dringendsten brauchen: einen warmen, trockenen Aufenthaltsort, gutes Essen und reichlich Vitamine ( Orangen gibts derzeit ja genug in der Stadt...).  


INFO ZU CORONA

Massnahmen zum Schutz unserer Gäste und unseres Teams vor dem Corona –Virus:

 

Da alle Desinfektionsmittel und Masken auf Monate (!) ausverkauft sind, stellen wir gemäss Empfehlung von Prof. Dr. Andreas Widmer, Leiter der Spitalhygiene am Unispital Basel, eine ebenso wirksame Desinfektionslösung nach „Rezept“ der WHO her. Wir füllen sie in Sprühflaschen und desinfizieren so die Hände jedes Gastes, bevor er den Raum betritt. Ansonsten gelten die publizierten Massnahmen (soweit Abstand wie möglich, kein Händekontakt; Papiertaschentücher nach Gebrauch direkt entsorgen).

 

Unsere Gäste gehören zur „vulnerablen“ Gruppe, d.h. sie sind wegen ihres meist nicht guten Allgemeinzustands anfälliger für alle Arten von grippalen Infekten und haben wegen ihrer geschwächten Immunsituation bei Erkrankung tendenziell schwerere Verläufe.  Wichtigste Prävention ist daher: Leute nicht draussen schlafen lassen. Seit Tagen gilt daher bei uns: wir geben liberal Bons für die Notschlafstelle aus.      

                                                                                                     

Bei all den massiven Massnahmen, die ergriffen wurden, muss die bedingungslose Belegung der Notschlafstelle-Betten eine Selbstverständlichkeit sein. Die Tarif-relevante Frage, ob Basel-Städter oder Ausserkantonaler, darf nun kein Thema sein....


GEDANKEN...

Wir wissen,

dass an der grippeähnlichen Krankheit, die vom Corona-Virus ausgelöst wird, viele Menschen erkranken und einige auch daran sterben werden.

Wie jedes Jahr wegen der saisonalen Grippe.

Wir sind darauf bedacht und irgendwie beruhigt, dass weitreichende Massnahmen ergriffen werden, um Ansteckungs- und Todesraten so weit wie möglich zu senken.

Erkältung, Lungenentzündung.... die Schreckszenarien.

 

Wir wissen – eigentlich - auch,

dass in diesen Wintertagen an der „europäischen Aussengrenze“, im Meer zwischen der Türkei und Griechenland, an den südöstlichen Grenzen von Europa unvorstellbares Leid herrscht.

Die Türkei hat die Grenzen geöffnet, schickt die Flüchtlinge nach Europa....

Massnahmen in Form von „Push back“-Aktionen werden eingefordert. 

Durchnässte, frierende, verzweifelte Menschen werden nicht gerettet, sondern abgewiesen.

Weg! Einfach weg! wieder hinaus aufs Meer oder im „besten“ Fall in Lager, die zum Teil bis um das Dreissigfache überfüllt sind.

Gibt es Zahlen über die Kranken in den Lagern?

Gibt es Zahlen, wie viele Flüchtlinge sich auf den Booten den Tod geholt haben und an Lungenentzündung gestorben sind?

Wer weiss das?

Wer registriert das?

Wer will es wissen?

Wer will Massnahmen gegen das Sterben ergreifen?

Was Europa beschäftigt, ist nicht die Frage, wie man dem Sterben Einhalt gebieten, sondern wie man die Flüchtlinge daran hindern kann, nach Norden zu kommen.

Und Eines noch: 

wenn uns unsere Kinder und Enkel irgendwann einmal fragen werden, wie das war im Frühling 2020....

Sagen wir bloss nicht, wir hätten nicht  gewusst, 

was im Meer zwischen der Türkei und Griechenland passierte!

Sagen wir bloss nicht, wir seien nicht mit-schuldig!

Weil wir mit anderen Sachen, z.B. mit dem Corona-Virus genug eigene Sorgen hatten.....

 

C.A.

 


FRÜHLING ODER WINTER?

Am 25.2. begannen wir, den Frühling in unseren Garten zu holen. Es war warm und sonnig, die Firma OBI hatte uns viele Pflanzen geschenkt und unser Helfer aus Eritrea, der zuhause Bauer war, setzte sie  voll Freude in die Erde. Herzlichen Dank!!!


Am 26.2. sah es dann so aus….. oh nein! Kommt er doch noch, der Winter?

Viel zu viele unserer Gäste schlafen im Freien, als dass der späte Schnee Spass machen könnte…..

Für unsere Mitarbeitenden ist es jeden Abend wieder schwierig und schmerzhaft, Leute hinauszuschicken in die Nässe und Kälte. Aber die immer noch rigorose Regelung der Notschlafstellen- Tarife lässt uns viel zu oft keine Wahl: 40 CHF für eine Nacht für einen Gast, der nicht in BS gemeldet ist…. das ist zu viel für unser knappes Budget. Umso dankbarer sind wir treuen Sponsoren, die uns da immer wieder helfen: v.a. die Winterhilfe Baselland und die Pfarrei Heiliggeist!.


ABSCHIED AM RHEIN

Vicky, eine wunderschöne junge Frau, verstarb viel zu früh. Wir kannten sie seit über 20 Jahren. Hofften, sie würde es schaffen, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Sahen ihre Anstrengungen, ihre immer neuen Versuche, sich aus der Abhängigkeit zu befreien, ihre Enttäuschungen. 

Viele Freunde und Weggefährten standen um das Feuer.

 

Irène  machte ein kleines Ritual. Kerzen, Worte, Seifenblasen und Blumen, die auf dem Wasser des Rheins davonschwammen.

Liebe Vicky, wir alle wünschen Dir, dass Du jetzt Ruhe und Freiheit gefunden hast!

 


Wer

hätte

im Jahr

2006 , als die

Wärmestube 

entstand, denn

geahnt, was

in den nächsten

13 Jahren passiert?

Wer 

hätte denn gedacht,

dass sich Menschen aus Afrika,

dem Vorderen Orient und Osteuropa

auf den Weg machen würden? Dorthin,

wo es besser ist, weil es Wasser, Arbeit und

anscheinend Reichtum und immer Frieden gibt.

Nach Mitteleuropa, Deutschland, in die Schweiz.

Sie kamen übers Meer oder wandern wochenlang.

Sie wirbelten alles durcheinander. 

Die Ruhe in den

Ländern, durch die sie ziehen, zuallererst, weil die

Menschen dort die Arbeit und den Frieden eigentlich

nicht teilen möchten. Und dann die Ordnung in den Köpfen:

Was immer SO war, ist jetzt ANDERS. Auch in sozialen

Einrichtungen. 

Eine Wärmestube für Randständige beim SBB

sollte es sein und Alkis und Junkies und Armen und Einsamen

aus Basel einen Ort der Ruhe bieten, wo sie einfach zusammen sein

können, chillen können nach dem Stress auf der Strasse. 

Falsch gedacht!

Alle mussten einsehen, dass die Geschichte völlig anders weiter ging.

Plötzlich leben wir  mitten in einer Völkerwanderungszeit und niemand fragt: 

„Darf ich kommen“? 

Sondern kommt einfach, weil es nicht möglich ist, 

in der Heimat zu bleiben. Ja, sie kommen, stehen da und schauen uns an

mit grossen dunklen Augen. Und treffen auf  die, die in der reichen Schweiz gute Arbeit hatten 

und sie plötzlich verloren und es nicht fassen können, dass es auch sie getroffen hat. 

Wo sie doch immer fleissig und erfolgreich und tüchtig waren.

Die, die kommen, müssen die, die schon immer da

waren, respektieren. Und die, die immer da waren, müssen begreifen, dass der Platz,

an dem sie immer waren, nicht ihnen allein gehört. So ist das in der Welt.

Und so ist das in der Wärmestube Soup&Chill beim Bahnhof SBB in Basel.

„Wir müssen lernen, als Brüder miteinander zu leben, oder wir werden als Narren untergehn!“ 

 

(Martin Luther King)


Es ist schwierig und ziemlich absurd, Weihnachten zu feiern und vom Fest des Friedens zu reden, in einer Zeit, in der Männer Weltpolitik machen, die im Soup&Chill selbstverständlich Hausverbot hätten. Sie verstossen im grossen Stil und ganz öffentlich gegen unsere Grundregeln: kein Rassismus, kein Sexismus und keine Gewalt.
So bleibt nur die Hoffnung, dass unser kleiner Beitrag zum friedlichen Zusammenleben doch irgendetwas bewirken kann und unseren Gästen und unseren Mitarbeitenden ein paar gute Stunden beschert.
Mit herzlichen Wünschen

Vorstand und Team von Soup&Chill


DANKE!

Nach einem Aufruf in  Radio Energy wurden wir von einer warmen Welle der Hilfsbereitschaft umspült: wir bekamen haltbare Lebensmittel, Decken, warme Kleidung und auch viele Geldspenden. Wir spüren, wie stark die Solidarität in der Bevölkerung ist! 

Ganz herzlichen Dank!

Einen grossen Dank auch unseren freiwilligen Helfern an den Festtagen! 

              

 


WEIHNACHTEN & NEUJAHR

Weihnachten und Neujahr im Soup&Chill: 

ausser am 24.12.(Weihnachtsfeier im union) haben wir immer ganz normal geöffnet. 

Am 26. 12. gibt es ein gutes Weihnachtsessen, gesponsort von der Philanthropischen Gesellschaft. Und am Silvesterabend laufen wieder die Raclette- Geräte auf Hochtouren! 

Wir freuen uns auf viele Gäste!  


UNGLÜCKLICH das LAND, das HELDEN nötig hat

(Bertolt Brecht)

 

Unglückliches Europa....

unglückliches Italien....

 

Eine junge Frau ( es hätte genauso gut ein junger Mann, eine alte Frau oder ein alter Mann sein können)  wichtig ist: ein EINZELNER Mensch beschliesst, sich absurder Unmenschlichkeit zu widersetzen und das Logischste zu tun, das man tun kann: Menschenleben retten.

Nach 17 Tagen Odyssee auf dem Mittelmeer legte die Kapitänin Carola Rackete im Hafen von Lampedusa an.

Sie übernahm trotz aller italienischer Drohgebärden die Verantwortung und brachte ihre Passagiere, die sie vor Lybien aus dem Meer gefischt hatte, in Sicherheit.

 

Grazie, signora Rackete!

Era un atto ... no tanto di eroismo, mà di umanità!

Vielleicht wacht zumindest Europa jetzt auf...


VERLÄNGERUNG!

Wir haben die grosse Freude, mitteilen zu können, dass die SBB unseren Mietvertrag in der Solothurnerstrasse 8 bis Ende 2023 verlängert hat. 
Wir haben also noch ein paar Saisons vor uns, die wir an diesem für uns idealen Standort und in dem lieb gewordenen Raum ´und Garten verbringen können!
Grosser Dank geht an Frau Kruse von der SBB für die immer so gute und problemlose Zusammenarbeit!
Die Soup&ChillerInnen

KÄLTESCHUTZ-KITS

Eveline Siegentaler und ihre Leute von IG IntegrationJetzt Basel hatten WIEDER EINMAL eine sehr gute Idee:, für die wir uns im Namen unserer Gäste herzlich bedanken.

Sie setzten sich mit dem Obdachlosen Marcel Stucki  zusammen und fragten ihn, was alles in einer “Kälte- Notausrüstung” sein müsse:  ein leichtes Zelt, Isomatte, Schlafsack, aufblasbares Kopfkissen, Thermosflasche, Teller, Besteck, ein grosses Cape, das Mensch und Rucksack gut deckt und –ganz wichtig- eine Stirnlampe usw.  

Sie sammelten Geld, organisierten die benötigten Gegenstände bei einschlägigen Spezialfirmen und stellten die Kits zusammen. 

Soup&Chill darf die Ensembles an obdachlose Gäste abgeben.

Unsere Gäste waren sehr begeistert und posierten samt Stirnlampe gerne für ein Dankes-Foto. 

Hier der link zu den Kälteschutz Kits, wenn  ihr auch eines oder mehrere spenden möchtet: https://integration-jetzt.jimdo.com/shop-merchandising/

Der Preis eines Kits liegt bei unsagbar günstigen CHF 40

Bei aller Freude über die tolle Idee und die sehr kluge und effizienter Umsetzung bleibt eine Frage bestehen: wöchentlich werden von den Notschlafstellen in BS die Zahlen freier Betten veröffentlicht. Seit November lag die Zahl der freien Männer-Betten immer zwischen 30 und 40, die der Frauenbetten stets zwischen 15 und 20.
Man muss aber immer sehr gut begründen, warum man Leute zum Übernachten schickt, auch wenn man per Kostengutsprachen/Bons bezahlt.

Sind Notschlafstellen-Betten da, um leer zu sein?

Oder, die mindestens so spannende Frage: warum bleiben sie leer und Leute schlafen lieber draussen??


ABSCHIED AM RHEIN

Viele waren gekommen: aktuelle und ehemalige Mitarbeitende von Soup&Chill und dem Schwarzen Peter, Freunde, Wegbegleiter. 
Alle einig darin, dass wir Willi sehr vermissen werden.
 Als wir auf die Fähre gingen, kam die Sonne aus den Wolken hervor.
“Wir müssen ihn ziehen lassen... und uns drauf besinnen, dass wir noch da sind. Und dass wir die Zeit nutzen sollen, um uns gegenseitig zu schauen...”
Remy, der Fährmann, sagte diese wichtigen Sätze und schickte Willis Asche auf die Reise, den Rhein hinunter bis nach Rotterdam und dann irgendwohin ins Meer.
Die Lieder des Surprise-Chors wehten übers Wasser.
Ein paar von Köbi gebundene Rosensträusschen schaukelten auf den Wellen.
Und die Möwen schauten mit ihren runden Augen.

ABSCHIED IM GARTEN

Neben einem grossen Feuer, das neben Willis Lieblingsplatz im Garten von Soup&Chill flackerte, versammelten sich Gäste und Kollegen von Willi und stiessen trotz Kälte mit einem Bierchen auf ihn an. 

ABSCHIED VON WILLI

Am Dienstag , 15.1. um 15h nehmen wir an und auf der Ueli-Fähre / St. Johann-Fähre (Kleinbasler Seite) Abschied von Willi: genau so, wie er es sich gewünscht hat. Eingeladen sind Alle, die ihn kannten, mochten und die ihn sehr vermissen werden.


WIR TRAUERN UM WILLI

Die Soup&Chill- Familie trauert um einen ihrer besten und liebsten Freunde: am 22. Dezember ist völlig überraschend Willi gestorben. Seit 2007 war er mit und bei uns, immer freundlich, immer hilfsbereit, immer da. Wir sind sehr traurig. Wir werden ihn nie vergessen  und sind ihm sehr dankbar!

Die Soup&ChillerInnen


“SELBSTBESTIMMUNGS-INITIATIVE”

Am 25. November stimmt die Schweiz darüber ab, ob “eigenes Recht über international geltende Vereinbarungen” gestellt werden kann.
Ein JA-Ergebnis bedeutet, dass z.B. Paragraphen, die die Menschenrechte betreffen, aus der Bundesverfassung gestrichen werden können.
Allein die Fragestellung ist für die Schweiz, das Land mit grosser humanitärer Tradition, eine Schande.
 
In der täglichen Arbeit von Soup&Chill und Restaurant du coeur erleben wir immer wieder Beispiele, wie rigide gerade im Asyl-Bereich mit Menschen umgegangen wird. Oft bleibt bei Rekursen nur die Berufung auf die Menschenrechtskonvention bzw. der Gang zum Gerichtshof für Menschenrechte in Strasbourg.
Würde die Initiative angenommen, hätten wir diese Wege nicht mehr...
 
Die Mitarbeitenden und Vorstandsmitglieder von Soup&Chill und Restaurant du coeur hoffen auf die Klugheit und Menschlichkeit der Abstimmenden.

 

Wir hoffen auf ein wuchtiges NEIN!

+++DANKE!+++

Wir bedanken uns recht herzlich im Namen unserer Gäste, bei Rachel Höferlin und Ihren
Helferinnen und Helfern, die als Studenten, der FHNW, spontan eine
Kleidersammelaktion durchgeführt haben.


Vergangene Events:


FOTO BRUNCH AM 9.9.2018

Ohne Wohnung - mit Würde:
ist ein zentreales Thema für unsere Gäste und damit auch für die Arbeit von Soup&Chill.
Die ab 9.9. bis Mitte Oktober im Soup&Chill präsentierten Fotos des Kölner Fotographen Gerd Bonse zeigen, wie unterschiedlich man in verschiedenen Städten mit dem Thema “Obdachlosigkeit” bzw. Präsenz von Obdachlosen im Stadtbild umgeht. 
In Körn und vielen anderen Städten gehören Obdachlose dazu: sie sind da und man sieht sie.
In Basel sieht man sie kaum, oder gar nicht.
Das Gespräch zwischen dem Fotographen und LIlian und Heiko, die beide soziale Stadtrundgänge für Surprise  machen, wird sicher spannend.

Benefiz-Brunch am 26. August 2018


Kino bei Soup&Chill – Cinema Oppenheim im Exil No. 6

Am Samstag, den 25. August können Sie bei Soup&Chill Kino erleben: Die Quartierkoordination Gundeldingen, Soup&Chill, die Christoph Merian Stiftung, Gundeldinger Zeitung, Swisslos in Kooperation mit der SBB zeigen anlässlich des 6. Kino-Events «Cinema Oppenheim» den Film «Hugo Cabret» Drama/Fantasyfilm ist der erste  Kinderfilm von Martin Scorsese aus dem Jahr 2011.

 

Filmbeginn um 21 Uhr, Konsumation möglich ab 19 Uhr.
 


Gourment-Menu Suprise gegen Food Waste

Am Freitag, den 20. Juli kocht Gourmetkoch Lukas Scherler erneut mit seinem Team ein Surprise Menu gegen Food Waste. Sie bestimmen selbst, was Sie bezahlen möchten – und unterstützen damit auch Soup&Chill.

 

Reservieren Sie jetzt unter 078 696 06 94.

 

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Lukas Scherler kocht.pdf
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Ohren- und Gaumenschmaus am Teich am 27. Juni

Am Mittwoch, den 27. Juni können Sie im lauschigen Garten von Soup&Chill Sommermusik und Mini-Häppli aus unserer Küche geniessen.

Um 18:30 Uhr geht's los, eine Anmeldung ist nicht nötig. Wir freuen uns auf lauschige Momente mit Ihnen!

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1806 Begegnung im Grünen 27.6..pdf
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AFTERNOON TEA

Das Opernstudio OperAvenir möchte auch in dieser Saison sein Können in den Dienst eines guten Zwecks stellen.

SO 27. Mai 2018, Foyer Grosse Bühne
Sammelaktion für die Wärmestube «Soup and Chill»

Zum zweiten Mal in dieser Saison laden die Mitglieder des Opernstudios OperAvenir Sie ein zu einem musikalischen «Afternoon Tea» in entspannter Atmosphäre. Zu Tee und Ka­ffee wird an diesem Nachmittag nicht nur Gebäck, sondern auch die eine oder andere musikalische Leckerei gereicht. Bei dieser Gelegenheit möchte sich OperAvenir mit einer Sammelaktion wieder für die Wärmestube «Soup and Chill» engagieren. Der Basler Verein hat es sich seit seiner Gründung 2006 zur Aufgabe gemacht, Menschen, die kein eigenes Wohnzimmer haben, einen Ort der Wärme, des Willkommenseins und des Austauschs zu scha­ffen. Mit seinem Engagement und Ihren Spenden möchte Oper-Avenir dieses besondere Projekt unterstützen.


NEWS APRIL 2018

Ende Wintersaison
Am 2. April endete die 12. Wintersaison von Soup&Chill. Wir hatten um 2 Tage verlängert, um den Gästen an den Ostertagen ein Abendessen anbieten zu können. Die Saison endete so, wie sie verlaufen war: mit sehr vielen Gästen, friedlich und in guter Stimmung. Der abendliche Gäste-Schnitt lag bei ca. 100, insgesamt kamen im Winter also wieder über 15 000 Gäste zu uns.
Mitarbeitende und Freiwillige arbeiteten fantastisch, zusammen mit den auch mithelfenden Gästen. Eine Zahl sagt mehr als 1000 Worte: unsere Küchen-Crews schafften es, mit den von der Schweizer Tafel gelieferten Lebensmitteln so gut zu wirtschaften, dass wir für die 5 Monate der Wintersaison für weniger als CHF 7000.- Lebensmittel zukaufen mussten. Ein grosser Dank an alle, die da mitbeteiligt waren.
Sehr erfreulich: die Solidarität der Sponsoren war noch grösser als im vergangenen Jahr und wir schrieben eine schwarze Null am Saisonende; der Verein ist schuldenfrei, alle Rechnungen sind bezahlt.
 
Beginn Sommersaison
Am Samstag, 5.5. starten wir die Sommer-Wochenend-Saison und hoffen, dass wir bis Ende September “durchhalten”. Die vergangenen Jahre zeigten, dass das Sommerangebot extrem geschätzt wird, wir hatten immer um die 100 Gäste: “man hat auch Hunger, wenn es warm ist”

Daumen drücken!

Derzeit sind wir bei der Vergabe von 2 Preisen “im Rennen”: wir haben uns mit einem sehr originellen Beitrag für den sun21-Preis beworben (Matte für Obdachlose, geflochten aus in Streifen geschnittenen Migros-Plastiktüten, die wegen einer System-Umstellung bei Migros nicht mehr verwendet werden) und wurden für den “Mammutpryys” vorgeschlagen. Also, liebe Leute: Daumen halten oder cross you fingers, je nachdem....!! 
Vor allem im richtigen Moment für uns VOTEN, denn beide Preise enden in einer Publikums-Runde. Wir  halten euch auf dem Laufenden und danken schon im Voraus für Eure Hilfe!

25.2.2018

Liebe Leute!

Ganz herzlichen Dank für eure Hilfe und all die warmen Sachen!

Bitte um ihr Verständnis: derzeit bitte nichts mehr bringen! Wir haben genug warme Sachen...aber einfach keinen Lagerplatz mehr!

 

Auf dieser Website informieren wir, wann wir wieder etwas brauchen!

Herzlichen Dank!

 

Die Soup&ChillerInnen


24.2.2018

Es ist kalt und alle helfen!

Der FCB schenkte unserer Gästen Mützen, Schals und Handschuhe. Viele viele Menschen kamen vorbei und brachten warme Sachen!

HOPP FCB 

HOPP ALLE, DIE HELFEN!

 

Mit herzlichem Dank die

Soup&ChillerInnen


Nun ist die Kälte da!

Eigentlich darf bei dieser Kälte niemand draussen schlafen: es ist lebensgefährlich!

Wir versuchen, unseren obdachlosen Gästen im Rahmen unserer Möglichkeiten zu helfen. Wir geben ihnen Kostengutsprachen für die Notschlafstelle und verweisen sie an die Heilsarmee, die Notmassnahmen ergreift und Räume öffnet (ganzganz herzlichen Dank, das ist wunderbar!). Trotzdem werden Menschen im Freien bleiben: für sie und auch für diejenigen, die viele Stunden am Tag auf der Strasse verbringen, haben wir bereits Schlafsäcke und warme Kleidung bekommen ,die wir allabendlich verteilen.

Aktuell sind wir noch immer dankbar für Decken, Iso-Matten, Schlafsäcke und warme Männerkleidung. Auch warme Unterwäsche hilft. Ansonsten auch eine gute Idee: Thermosflaschen für heissen Tee...

Alles abzugeben täglich von 15-21.30h im Soup&Chill.

 

Mit herzlichem Dank im Namen unserer Gäste

die Soup&ChillerInnen


Rückblick 2017

Das Jahr ist fast vorbei.

Vorbei… schnell vorbei!

Das klingt so einfach, so, als sei die Zeit einfach vergangen.

Dieser Eindruck trügt aber: es war ein Jahr, in dem wir wirklich alle Kräfte mobilisieren mussten, um unsere Arbeit weiterhin tun zu können.

 

Es war ein schwieriges und ein wunderbares Jahr gleichzeitig.

Ein unfassbares Wechselbad der Gefühle, Auf`s und Ab`s, die einem schwindlig werden lassen konnten.

Finanzielle Sorgen und Probleme mit Behörden auf der einen, riesige Solidarität seitens der Bevölkerung und Sponsoren auf der anderen Seite, darunter wahre ENGEL, die uns in schwierigsten Momenten halfen.

Und immer mehr Freiwillige, die uns im Abendgeschäft unterstützen… wir sind sehr dankbar für sie,   denn die Gästezahlen nehmen weiter zu: an einigen November/Dezember-Wochenenden hatten wir gegen 150 Gäste pro Abend. Da ist man froh um jede Hand…

 

Es gibt immer mehr Armut  im reichen Basel.                                                                           

Auch wenn man sie auf den Strassen –fast- nicht sieht, so ist sie trotzdem da.

Es gibt immer mehr Menschen, die aus dem Arbeitsprozess fallen und dann sehr schnell sehr tief stürzen.

 

An der Schwelle zu den Weihnachtstagen möchte ich im Namen von Vorstand, Team und vor allem im Namen der Menschen, die in der Wärmestube Soup&Chill einen kleinen Zipfel „Daheim-Gefühl“ gefunden haben, danken.

Für Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen, Ihr Engagement.

Das alles hat uns sehr gut getan.

Wir machen weiter!

Wir freuen uns auf alle neuen Begegnungen und auf alle Wiedersehen

 

 

Mit guten Wünschen für frohe, gesunde Festtage und ein gutes 2018

herzlich

Claudia Adrario de Roche im Namen von Vorstand, Team und Gästen

 

 


1.November 2017

wir eröffnen unsere 12. Saison, die sechste in unserem gemütlichen Domizil an der Solothurnerstrasse. Wir freuen uns auf unsere Gäste und sind in jeder Hinsicht bereit:

das Team besteht aus ausnahmslos bekannten und sehr erfahrenen Leuten…Gäste und Mitarbeiter kennen sich. Das ist gut so.

·      Eine immer grösser werdende Gruppe von Freiwilligen unterstützt uns im Abendbetrieb. Das ist ganz wunderbar!

·      Wir haben eine neue Spülmaschine. Das ist auch gut, war aber teuer….

·      Wir arbeiten weiter am Quartiergarten, gegenüber, auf dem IWB-Gelände, auf der anderen Strassenseite 

·      Es gibt eine Meldung aus dem sozialen Basel, die uns sehr freut: 2018 wird ein Pilotprojekt gestartet, die „Notschlafstelle für Frauen“, räumlich getrennt von der „normalen“ Notschlafstelle. Danke an diejenigen, die das entschieden haben!!


Die Geschichte zum Saisonstart: von Bruno Mazzotti, unserem lieben Freund, Unterstützer in schweren Tagen und freiwilligem Helfer:   

SEENOT

 

 

 

Beim Lesen einer kürzlich erschienen Medien-Mitteilung landeten meine Gedanken plötzlich bei  Soup & Chill.

 

Zwei Seglerinnen wollten mit ihren beiden Hunden von Hawaii nach Tahiti segeln.

Da gerieten sie mit ihrem Boot in einen schweren Sturm und dabei wurde auch noch der Motor zerstört. Sie kamen vom Kurs ab und trieben fünf Monate lang richtungslos auf dem offenen Meer. Da sie zu weit draussen waren, verhallten auch ihre Funksignale im Leeren.

Glücklicherweise hatten sie genügend Haferflocken, Reis und Teigwaren an Bord und vor Allem einen Wasserfilter für das Salzwasser.

Nach 150 Tagen wurde das Unglücksboot mit seiner Besatzung in der Nähe der japanischen Küste von der Mannschaft eines Fischkutters entdeckt und aus der Seenot gerettet.

 

Auch Gäste von Soup & Chill geraten in ihrem Leben manchmal in einen Sturm, sehen vor lauter Wasser die Ufer nicht mehr und befinden sich in Seenot. Die Funksignale an ihre Mitwelt verhallen im Leeren, ihr Boot schaukelt richtungslos auf Wellen welche nicht mehr überschaubar sind.

Aber auch der Fischkutter Soup & Chill hat schon viele Stürme erlebt und ist nahe an der Seenot vorbeigesegelt. Dank einer Besatzung, welche trotz ganz unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Fähigkeiten zusammenhält schafft es Soup & Chill, der rettende Fischkutter zu bleiben.

Auch wenn dabei die „Funkverbindung zum Festland“ manchmal auszufallen droht und das Geld für den Treibstoff immer mal wieder bedrohlich knapp wird, ist die Mannschaft bemüht, ihre Verbindungen und ihr Wirken für die gute Sache einzusetzen.

Es ist schön ein Teil dieser Mannschaft zu sein.

 


"Hallo Nachbar"

ein Projekt des Schweizerischen Jugendrotkreuzes zu Gast in der “KUNSTGALERIE” Soup&Chill.
Nach einer wunderbar unkomplizierten und kreativen, mini-kurzen Zusammenarbeit zwischen Jugendrotkreuz und Soup&Chill feierten Jugendliche aus dem Empfangszentrum Otterbach, Freiwillige und MitarbeiterInnen des Jugendrotkreuzes am 25.10. bei uns Vernissage. 
Alle Anwesenden waren im Bann der Bilder, die jugendliche Asylsuchende gemalt hatten. Auf riesigen Musical- Plakaten (wer genau hinschaut, findet z.B. den Schriftzug “CATS”), malten sich die jungen Leute die Seele aus dem Leib. Mit einer Farbkraft und einem Gestaltungswillen.... wunderschön! Ein paar Wochen dürfen die Bilder bei uns hängen bleiben, dann wandern sie weiter ins Museum nach Aarau.
Tip an alle Kunstfreunde: unbedingt vorbeikommen, anschauen, staunen!

OKTOBER 2017

"Am 17.Oktober ist sowieso schönes Wetter" sagten wir, als wir den GASSESHOP, eine sehr besondere Kleider-Abgabe-Aktion für Leute mit wenig Geld am Tag der Armut, vorbesprachen. "Sowieso kann man daher die Kleider an den Zaun hängen und sowieso wird nichts nass". 

Und so war es dann auch: Strahlewetter ohne Ende. 

Viele praktische und auch richtig schöne Teile (sogar ein Daniala-Spillmann-Jäckchen kam zum Vorschein!!!) fanden neue BesitzerInnen. Das dazu passende Schuhwerk natürlich auch. Spass beiseite: vor allem warme Jacken, Anoraks, Stiefel und Mützen waren sehr gesucht und werden im kommenden Winter wichtige Dienste leisten.

Lieben Dank den Initiatoren Ursula Bicker und Christoph Moerikofer..... unser Zaun steht Euch immer zur Verfügung. Und schönes Wetter haben wir sowieso. Die Zusammenarbeit mit Euch hat Freude gemacht!

 

Bei der Gelegenheit noch eine Bitte: WANTED: warme SCHUHE!!!!!

Mit Jacken und warmen Sachen ist unsere eigene Kleiderkammer ziemlich gut bestückt. Aber SCHUHE brauchen wir dringend!!!! Halbschuhe, Winterstiefel, Moonboots, alles was die Füsse warm und trocken hält. 

Abzugeben im Oktober Montag bis Freitag 9-15h im Soup&Chill. Und am 1.11. dann täglich zwischen 15 und 21h. Herzlichen Dank!!!


Rückblick auf den Sommer: 

Mithilfe unglaublich grosszügiger SpenderInnen haben wir es geschafft, unsere diesjährige Sommer-Wochenend-Saison bis Ende September durchzuführen. Wie sehr dieses Angebot gebraucht und geschätzt wurde, zeigen die Gästezahlen, die pro Abend zwischen 80 und 120 Gästen lagen.

 

Neuigkeiten rund ums Haus: 

  • eine Freiwilligen -Gruppe voPanalpina baute uns eine Gartenhütte, die unserem lieben Gärtnermeister einen vor Regen und Wind geschützten Arbeitsplatz bietet. Wir freuen uns für Köbi und danken Marcel Merz und seinen Leuten ganz herzlich für dieses Geschenk.
  • eine Freiwilligen-Gruppe von ROCHE ersetzte im Rahmen des Tages der Freiwilligen unseren morschen Zaun.
Ihnen allen, unseren Geldgebern und den Freiwilligen, die an allen Sommerwochenenden in der Küche mitgeholfen haben, gilt unser grosser Dank. Es gibt wahrlich andere und erholsamere Sommerabend-Beschäftigungen, als in der Soup&Chill-Küche Gemüse zu rüsten und vor dem bullernden Backofen zu stehen! 
Freiwilligen-Stunden sind ein wertvolles Geschenk. 
Danke an ALLE!
 
Nach dem Sommer ist vor dem Winter
Wie in den vergangenen Jahren haben wir im Oktober ganz geschlossen. Das ist für unsere Gäste nicht gut, denn sie haben auch an Oktober-Wochenenden abends Hunger... aber derzeit schaffen wir es finanziell und organisatorisch (noch!!!!) nicht anders.
Unser Team ist bereit, alle freuen sich aufeinander und auf die neue Saison... die ZWÖLFTE seit der Gründung im Jahr 2006!!!! Wir starten pünktlich am 1.11. um 17h. 
Die Mitarbeitenden sind zumeist seit mehreren Jahren dabei, dazu kommen zwei bisherige SpingerInnen, die nun fest angestellt werden.
Die kommende Saison wird finanziell eine echte Herausforderung, denn wir müssen immer noch mit der alten Subventions-Höhe von CHF 45 000.- arbeiten. Das heisst, wir brauchen fast 300 000.- Franken Sponsorengelder, um die Saison zu überleben.
Da es zum ÜBERLEBEN aber keine Alternative gibt, denn unsere Gäste brauchen uns, machen wir einfach weiter. Zuversichtlich und voll Vertrauen auf die, die unsere Arbeit können und schätzen.
 
Jetzt schon allen, die uns helfen, herzlichsten Dank!
 
Mit allen guten Wünschen 
Ihre Soup&ChillerInnen