AKTUELLES

Öffnungszeiten ab 9. Januar:

Mittwoch, Samstag und Sonntag: Essen in den Räumen von 17h-20.30h

Dienstag und Donnerstag: Lebensmittelabgabe von 17h-19h


Weihnachten 2022, Jahreswechsel 2022/2023: wie werden wir uns „später“ daran erinnern?

 

Krieg, 

den man nie für möglich gehalten hatte und den man plötzlich als „ersten europäischen Krieg seit dem 2. Weltkrieg “ bezeichnet… vergessend, dass die Balkankriege Ende des 20. Jahrhunderts mindestens so europäisch waren

Flüchtlinge

aus der Ukraine, die anscheinend schützenswerter sind als jene aus Syrien und Afghanistan, deren Schutz aber bei der konkreten Unterstützung fürs tägliche Leben endet

Angst 

vor Teuerungen bei Lebensmitteln und ihm Energiebereich … besonders betroffen davon die Working poor, deren Zahl immer mehr zunimmt.  Sie fallen aber durch die Maschen der Registrierung, weil sie versuchen, der Sozialhilfe zu entgehen, aus der wieder rauszukommen erfahrungsgemäss sehr schwierig ist.

Unglaubliche Gästezahlen im Soup&Chill 

80-140 Menschen an Abenden mit Essen im Raum

220-280 an Abenden mit Lebensmittelabgabe

 

SEIT Frühjahr 2021 überlebt Soup&Chill OHNE kantonales Subvention. 

Zwischen Weihnachten und dem 2.1. waren wir wieder die einzige Institution für Bedürftige, die abends geöffnet hatte.

 

Wir werden uns aber auch erinnern an die Wärme, Fürsorge und Solidarität, die wir erfahren durften!

DANK AN

UNSER TEAM, 

für das FESTtage genauso TAGE sind, an denen Menschen ihr Wohnzimmer und ihr Essen brauchen,

UNSERE wunderbaren FREIWILLIGEN, die uns ihre Zeit schenken

UNSERE Leute aus dem BESCHÄFTIGUNGSPROGRAMM, die längst ein Teil des Teams geworden sind

ALLE, die sich Gedanken gemacht haben, wie sie uns, unsere Arbeit und unsere Gäste unterstützen könnten:

  • Eine Familie, die mehrere Tausend Franken sammelte -statt Geschenken- und uns überwies,
  • Stiftungen, Service-Clubs und Private, die zählbare Zeichen setzten
  • Die Freimaurer Loge Basel, die am 17.12. den Raum schmückte, Tische festlich deckte und unter dem Dirigat eines jungen, bis in die Kochlöffelspitze motivierten Kochs ein unfassbares Menu gekocht und serviert hat (von der Zimtcrème träumen wir sicher noch jahrelang). 
  • Das „Praisecamp“ an der Messe, das uns an 5 Abenden fertig gekochtes, leckeres Essen lieferte
  • „Handwerk mit Herz“, die uns Säcke voll wunderbarer Strickwaren geschenkt haben.. wieviele Arbeitsstunden stecken in den Socken, Schals, Mützen sind Babydecken drin…!
  • Unsere treuen Lieferanten Schweizer Tafel, Cartons du coeur und Grauwiler
  • Unzählbar viele private Sach-SpenderInnen die uns riesige Säcke Reis, Pasta und ein volles Öl-Regal bescherten
  • Kirchgemeinden (St. Antonius, Zwinglihaus), die den Erlös ihrer Weihnachtsmärkte für unsere Arbeit gaben
  • Und
  • Und
  • Und

Eine kleine Geschichte zum Schluss:
die Eglise Francaise, mit der wir seit Jahren eng verbunden sind, verlegte den Weihnachtsgottesdienst vom 18. auf den 17. Dezember. 

Warum? Weil am 18, das Weltmeisterschafts-Endspiel  in Katar stattfand: Frankreich gegen Argentinien. Man wollte die Fussball-Anhänger aber auch mit am Fest haben..

Am Abend des 17. 12., als es am Dunkelwerden war, zogen Gruppen von Menschen entlang der Lyss und über den Leonhardsgraben… zumeist ältere Menschen mit grossen Paketen, zusammengerollten Matratzen, daneben auch junge Familien mit Kindern, Stofftiere im Arm.

Sie alle trippelten vorsichtig über den vereisten Leonhards-Kirchplatz und waren dann froh, in den hellen Kirchen-Raum einzutreten.

Ihre Gaben waren Geschenke für die Gäste von Soup&Chill. 

Was sich unter dem Weihnachtsbaum in der Kirche sammelte, fand mit Mühe Platz im Kangoo.

Un grand merci de tout coeur, c`était très très touchant! 

Vielen vielen Dank an alle jene, auch diejenigen, die ich hier nicht alle nennen konnte und die auch geholfen haben an diesen sehr speziellen Weihnachts- und Neujahrstagen 22/23.

Wir versprechen euch: wir machen weiter.

Es gibt nur ein Gegenmittel gegen Kälte: WÄRME!


Kulturevent am 11.12.

Buchvernissage: „Erzählcafés“ Einblicke in. Praxis und Theorie.

Vor ein paar Jahren fand das erste Erzählcafé in Basel unter der Leitung von Prof. Johanna Kohn im Soup&Chill statt. Nun ist das wichtige Buch dazu erschienen.

Wir durften es einweihen… mit Zusammensein und Musik von Viktor Pantiouchenko und  zusammen Essen und natürlich: erzählen.

Was ist das Wesen des Erzählcafés: „ZUHÖREN IST PFLICHT… ERZÄHLEN IST KÜR“…

Zum einem ausgewählten Thema erzählt eine Runde von Menschen mit verschiedenster Vergangenheit und unterschiedlichsten Lebensgeschichten. 

Es wird erzählt, nicht diskutiert, nicht gewertet, nicht argumentiert.. 

Zuhören, wahrnehmen: darum geht es. 

„Man ist, was man erzählt“..